Ehrenpreise 1968 bis 2016

Geehrt für ein Lebenswerk

Den Ehrennadeln und Ehrenurkunden vom "Preis der deutschen Schallplattenkritik" gingen 1968 einmalig „Goldene Ehrenbecher“ voraus, mit denen ausschließlich Klassik-Künstler ausgezeichnet wurden, nämlich die Sänger Kurt Böhme, Grace Bumbry, Gundula Janowitz, Anna Moffo, Rudolf Schock und Giuseppe Taddei, die Dirigenten Robert Heger und Erich Leinsdorf sowie als Instrumentalisten der Geiger Arthur Grumiaux und der Cembalist Gustav Leonhardt.

Mit der 1985 eingeführten goldenen Ehrennadel wurden folgende Künstler ausgezeichnet

1985    Carla Bley

1985    Nikolaus Harnoncourt

1986    Dietrich Fischer-Dieskau

1986    Paco de Lucia

1987    Gidon Kremer

1987    Albert Mangelsdorff

1988    Heiner Goebbels

1988    Herbert von Karajan


Außerdem erhielten Ehrennadeln: Die technischen Ingenieure Horst Redlich von der Teldec (1987) und Horst Söding von PolyGram (1985) sowie die Schallplattenproduzenten Gerd Berg (1988) und Manfred Eicher mit seinem Label ECM (1986).

1990 wurden die goldenen Ehrennadeln durch jährlich drei Ehrenurkunden "Preis der deutschen Schallplattenkritik" ersetzt.

Ehrenurkunden gingen an folgende Persönlichkeiten bzw. Ensembles:

a) Im Bereich Klassik

1990    Günter Wand

1992    Alfred Brendel

1993    Juilliard String Quartett

1994    John Eliot Gardiner

1995    Pierre Boulez

1996    András Schiff

1997    Heinz Holliger

1998    Beaux Arts Trio

1999    Martha Argerich

2001    Alban-Berg-Quartett

2002    Andreas Staier

2003    Jordi Savall

2004    René Jacobs

2005    Thomas Zehetmair

2006    Marc-André Hamelin

2007    The Hilliard Ensemble

2008    Thomas Hampson

2009    Pierre-Laurent Aimard

2010    Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (Preisverleihung "Nachtigall")

2011    Murray Perahia (Preisverleihung "Nachtigall")

2012    RIAS Kammerchor (Preisverleihung "Nachtigall")

2013    SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

2014    Marek Janowski (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin)

2014    Christian Gerhaher (Preisverleihung "Nachtigall")

2016    Itzhak Perlmann

2016    Nikolaus Harnoncourt (posthum: Preisverleihung Nachtigall)

 

 

b) Im Bereich Pop, Jazz und Rock:

1990    Jost Gebers

1992    Frank Zappa

1993    Van Morrison

1994    John McLaughlin

1995    Neil Young

1996    B.B. King

1998    Lee Konitz

1999    Charlie Mariano

2000    Abdullah Ibrahim (Dollar Brand)

2001    Elvis Costello

2002    Rabih Abou-Khalil

2003    Reinhard Mey

2004    Peter Gabriel

2005    Willem Breuker

2006    Joe Zawinul

2007    Brian Eno

2008    Paul Kuhn

2009    Rolf Kühn

2010    Christof Stählin

2011    Sven Regener (Preisverleihung "Nachtigall")

2012    Ry Cooder

2013    Irène Schweizer (Preisverleihung "Nachtigall")

2014    Tomasz Stańko

2014    Hariprasad Chaurasia

2015    Chris Jasper

2015    Coco Schumann

2015    Leonard Cohen

2016    Keith Jarrett

c) Im Bereich Hörbuch

2013     Peter Kurzeck

2016     Klaus Buhlert

d) Parallel hierzu haben die Juroren die Arbeit folgender Produzenten gewürdigt

1991    Jürgen E. Schmidt (Preiser)

1992    Carl E. Jefferson (Concord Records)

1993    Wolf Erichson (Das Alte Werk/ Seon/ Vivarte)

1994    Werner X. Uehrlinger (HatHut)

1995    Klaus Heymann (Naxos/ Marco Polo)

1996    Matthias Winckelmann (enja)

1997    Werner Dabringhaus und Reimund Grimm (MDG)

1998    Siegfried Loch (WEA/ACT)

1999    Robert von Bahr (BIS)

2001    Stefan Winter (Winter & Winter)

2002    Andreas Spreer (Tacet)

2003    Richard Weize (Bear Family Records)

2004    Bruno Monsaingeon (Dokumentarfilme)

2005    Klaus L. Neumann und Barbara Schwendowius (WDR)

2006    Harald Quendler (Extraplatte – Vertrieb der Musiker)

2007    Reiner E. Moritz (RM Creative)

2008    Mark-Obert Thorn (Restaurator alter Schallaufnahmen)

2009    Burkhard Schmilgun (cpo)

2010    Peter Finger (Acoustic Music Records)

2010    Simon Perry (Hyperion)

2013    Rolf W. Stoll (Wergo)


Als Besonderheit ist die Auszeichnung des Sprechers Gert Westphal 1991 zu werten, weil mit ihm zum ersten und bisher einzigen Mal auch ein Interpret des gesprochenen Wortes eine Ehrenurkunde erhalten hat.

1981 gab es einmalig die Auszeichnung “Künstler des Jahres”, die aus dem Bereich Klassik der Geiger Gidon Kremer und das Ensemble Musika Antiqua Köln unter seinem Spiritus Rector Reinhard Goebel erhielten. Mit John Lennon, der Sängerin Gitte, Alan Parsons/ Eric Woolfson und dem Jazz-Ensemble Klaus Doldinger’s Passport ging diese Auszeichnung auch an Künstler des Pop-Bereichs. Ebenfalls einmalig wurde noch die Auszeichnung “Entdeckung des Jahres” an Giuseppe Sinopoli, an Stefan Waggershausen und an The Blues Band vergeben.

Einmalige Sonderpreise erhielten im Jahr 2000 das Artemis Quartett für seine Beethoven-Interpretationen  und der Filmemacher Jean-Luc Godard für seine multimediale Arbeit “Histoire(s) du cinema”.

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