Iiro Rantala: Lost Heroes

iiroIiro Rantala ist Ästhet. Seine Vorstellung von Klang ist traditionell an den Möglichkeiten eines guten Flügels orientiert. Der finnische Pianist verweigert sich bewusst den Verlockungen der Protools-Generation, Höreindrücke mithilfe intelligenter Software kosmetisch zu korrigieren. Sein Klavier klingt von sich aus schön, seine Kunst ist Resultat eines makellosen, immens flexiblen Anschlags, einer mit Humor durchsetzten Gestaltungskompetenz und einer profund melodischen Musikalität, die ihn spätestens mit seinem früheren Trio Töykeät zu einem der führenden Pianisten Skandinaviens hat werden lassen. Inzwischen hat Iiro Rantala die 40 überschritten und leistet sich mit „Lost Heroes“ einen persönlichen Rückblick auf prägende Persönlichkeiten seiner Karriere von Oscar Peterson und Art Tatum über Pekka Pohjola und Esbjörn Svensson bis Luciano Pavarotti und Jean Sibelius. Den künstlerischen Gefährten im Geiste eignet er solistische Impressionen zu, typisch leichtfingrig in der Phrasierung, mal mit lakonischem Witz, mal mit großem Sentiment gespielt, ohne aber die Untiefen des Sentimentalen auch nur zu streifen. Denn Iiro Rantala ist Ästhet, ein Wühler, Virtuose, Musikant am Klavier und ihm ist mit „Lost Heroes“ eine der besten Klavierplatten des Jahres gelungen. (Für die Jury: Ralf Dombrowski)

Der Jahrespreis wurde Iiro Rantala im Rahmen der Berliner Festspiele (Jazzfest Berlin) am 6. November 2011 verliehen.

Hörbeispiel: "pekka pohjola"

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