Daniel Kahn: Lost Causes

lostcausesUm die Zukunft des Klezmer in Deutschland muss einem nicht bange sein, solange es Musiker gibt wie den Wahl-Berliner Daniel Kahn. Zwar heißt sein Album „Hoffnungslose Fälle“, doch dieser Titel kann sicher nicht dem Genre an sich gelten. Aus dem selbstgewählten Ghetto des immer gleichen Klezmer-Repertoires ist Kahn mit seiner Band „Painted Bird“ schon lange ausgebrochen. Mit Klezmer lässt sich schließlich auch anderes beschreiben als jüdische Befindlichkeit. Ohne jeden falschen Folklorismus vermischt sich die Musik aufs Fröhlichste mit Kabarett und Punk. Die richtige Tonalität ist damit schon gefunden, um auch vom Fressen und der Moral zu singen. Brecht und Weill fügen sich logisch ein, in diesen Kosmos zorniger Kampflieder. Und wirklich sprachlos macht einen Lili Marleen auf jiddisch, begleitet von Spieluhr und singender Säge. So ist Klezmer noch lange kein Fall fürs Museum. (Für die Jury: Imke Turner)

Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Konzerts am Donnerstag, 8. Dezember 2011 in der Frankfurter Brotfabrik statt. Beginn des Konzerts: 20.00 Uhr.

Hörbeispiel: "Görlitzer Park"

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