Marc André Hamelin: 12 Études

Marc André HamelinAn zahlreiche überragende, vom Repertoire her oft auch überraschende Leistungen knüpft der kanadische Pianist und Komponist Marc-André Hamelin mit einer Publikation an, die ihn nicht nur als Virtuosen, sondern auch als raffinierten Bearbeiter und einfallsreichen Komponisten zeigt. Im „Liszt-Jahr 2011“ erinnert er mit seinen „12 Études in all the minor keys”, mit seinem „Little Nocturne” oder auch mit “Cathy’s Variations” an die im 18. und 19. Jahrhundert selbstverständliche Einheit von schöpferischen und nachschöpferischen Instrumentalisten. Ausgezeichnet wird mithin nicht nur die überragende pianistische Leistung Hamelins, die in seinen zum Teil horrend schwierigen Etüden Klavierspiel auf schier konkurrenzloser Höhe bestätigt, sondern auch die stilistische Bandbreite seiner Kompositionen.
Geradezu unfassbare pianistische Souveränität erreicht Hamelin in seiner ersten Etüde. In der Nachfolge von Leopold Godowsky montiert und schichtet er drei Etüden-Elemente Frédéric Chopins. Und es gelingt ihm, trotz der Dichte dieses Ideenspiels, selbst einem unerfahrenen Musikfreund die Grundlagen dieses Experiments einleuchtend zu gestalten. (Für die Jury: Peter Cossé)

Der Jahrespreis wurde im Rahmen des Bonner Beethovenfestes am 27. September 2011 im Kammermusiksaal Bonn verliehen.

Hörbeispiel:12 Études in all the minor keys II, Coma Berenices

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