Johannes Ciconia: Opera Omnia, Sämtliche Werke

ciconia

Zurück in die Zukunft führt die Wiederentdeckung der Musik des Johannes Ciconia aus Lüttich, der mit seiner wortgebundenen Melodik und freien Rhythmik im 14.Jahrhundert bereits an der Schwelle zur Moderne stand. Seine weltlichen Lieder und Madrigale, die geistlichen Motetten sowie Messkompositionen tauchen in erstaunlich vielen Quellen um 1400 auf, verstreut über ganz Europa. Überraschend ist die stilistische Buntheit bei höchster kompositorischer Meisterschaft, zumal bei einem so früh Vollendeten, über dessen Herkunft und Leben kaum etwas bekannt ist. So sprechen also die Werke für sich: Aufs Originellste verhäkelte Hocquetus-Musiken, bizarre Kanons, daneben die auf die begleitete Monodie vorausweisenden,  weit geschwungenen Melismen der Solo-Balladen und Virelais. Zwei erstklassige Alte-Musik-Ensembles teilten sich die Arbeit, diesen Schatz zu heben: La Morra singt die weltlichen, Diabolus in Musica die geistlichen Stücke Ciconias, und beide betören mit  Klangschönheit, Feuer und Finesse.
(Für die Jury: Eleonore Büning)

Der Jahrespreis wurde am 12. April 2013 im Rahmen der Musikmesse in Frankfurt verliehen. Videomitschnitt der Preisverleihung


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