Sternal Symphonic Society: Volume 2

sternalMit seiner Symphonic Society führt der Komponist und Bandleader Sebastian Sternal ein Streichquartett mit dem Pablo Held Trio und vier Jazz-Bläsern zusammen. In den sieben „Symphonic“ überschriebenen Teilen, die als Klammer funktionieren, neigt sich der gebürtige Mainzer und Wahl-Kölner mal behutsam dem Bigband-Jazz zu, mal knüpft er an die europäische Kammermusik an. Dazwischen schaltet Sternal stärker vom Jazz geprägte Stücke. Erst, wenn man die Unterbrechungen überspringt, wird die Intensität der „Symphonic“-Passagen erfahrbar. Die dreiteilige „Suite For String Quartet And Piano“ hat er als Herzstück in die Mitte des Programms gesetzt. Sie schafft im ersten Satz „Orbit“ mit sanften Wellenbewegungen eine romantische Grundstimmung. In „Snow“ überwiegen zerbrechliche, düstere Elemente, bevor das harsche, impulsive „Run“ an die fließenden Bewegungen des Eingangssatzes anknüpft. Bei seinen Grenzüberschreitungen begibt sich Sternal weder aufs Terrain der Neuen Musik, noch greift er auf filmmusikalische Sounds zurück. Konsequenter als andere Ensembles verschmilzt die Symphonic Society den Jazz mit europäischer Musiktradition. (Für die Jury: Werner Stiefele)


Der Jahrespreis wurde im Rahmen eines Konzertes am 3. Oktober im Stadtgarten Köln verliehen.


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