Die Longlist für die Jahrespreise 2018 ist da!

Berlin, 4.September 2018
Am Wochenende tagte in Berlin der Jahresausschuss des Preises der deutschen Schallplattenkritik (PdSK e.V.). Nominiert wurden insgesamt 108 herausragende neue Tonträger-Produktionen, die in den letzten achtzehn Monaten auf dem deutschsprachigen Markt herauskamen – und zwar Titel aus allen musikalischen Genres und Sparten, nebst Hörbuch und Kinderproduktionen. Diese Longlist für den Jahrespreis ist als PDF herunterladbar:


Welche 10 Titel das Rennen machen werden, wird am 5.Oktober bekannt gegeben.
Im Jahresausschuss 2018 des PdSK e.V. arbeiteten folgende Kritiker-Juroren mit: Eleonore Büning (Jury Kammermusik), Manfred Gillig-Degrave (Jury Rock), Christine Heise (Jury Rock), Christoph Irrgeher (Jury Grenzgänge), Mike Kamp (Jury Folk & Singer/Songwriter), Kai Luehrs-Kaiser (Jury Oper I), Max Nyffeler (Jury Oper I), Wolfgang Schreiber (Jury Historische Aufnahmen), Michael Stegemann (Jury Konzerte), Heinz Zietsch (Jury Grenzgänge).
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Jahrespreisverleihung an Thomas Azier

180619-pv-thomas-azier-1180619-pv-thomas-azier-2Berlin. Einige Wochen nach dem Jahrestag der Veröffentlichung seines Albums „Rouge“ nahm der holländische Künstler Thomas Azier in seinem Tonstudio in den Räumen der Alten Gießerei in Berlin-Lichtenberg die Jahrespreisurkunde des PdSK e.V. entgegen. In Lichtenberg haben Azier und sein Team ihr Hauptquartier eingerichtet.

„Rouge“ wurde von den Juroren des PdSK als eine der zwölf besten Produktionen des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Azier habe als Songwriter ein untrügliches Gespür für Melodie und Timing, heißt es in der Begründung der Jury. „Rouge“ sei „gespickt mit pulsierender Elektronik und unwiderstehlichen Mitsingrefrains“.
„Ich bin wirklich sehr glücklich über diese Auszeichnung“, sagte Azier. „Sie ist für mich und alle Beteiligten eine Bestätigung unserer Arbeit.“ Bei dieser Gelegenheit stellte Azier gleich seine neue EP „Stray“ vor. Als Vorbote des nächsten Albums ist sie seit Juli 2018 auf allen Musikplattformen erhältlich.
Wie schon die „Stray“-EP sollen auch die nächsten Produktionen ohne Major-Unterstützung auf dem eigenem Label Hylas Records erscheinen.
Über das nächste Album sagt Azier: „Ich habe alle Stücke auf Reisen geschrieben – in Tokyo, Kyoto, Abidjan, Paris und Rotterdam, in der Normandie und in der nordholländischen Provinz Friesland, wo ich aufgewachsen bin. Zwischendurch war ich natürlich auch im Berliner Tonstudio. Die meisten Aufnahmen entstanden lediglich mit einem Laptop und einem USB-Mikro. Wichtig war mir dabei, auch Geräusche und Klänge der jeweiligen Umgebung mit einzufangen.“
Auf dem Gruppenfoto im Studio von links nach rechts: Isa Azier (Hylas Records), Tonmeister Robin Hunt, Thomas Azier, Manfred Gillig-Degrave (PdSK) und Manager Ferran Huijsmans
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Die aktuelle Bestenliste 3/2018 ist da!

bestenlste-117px-transparentBerlin, 14. August. Hiermit veröffentlicht der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK e.V.) die dritte Vierteljahresliste 2018. Insgesamt haben 157 Kritiker die Neuveröffentlichungen des Tonträger-marktes im letzten Quartal gesichtet und bewertet. Aufgeteilt in 32 Fach-Jurys nominierten sie 260 Titel für die Longlist und wählten aus diesem Pool schließlich 27 Siegertitel für die Bestenliste.

Die an den 27 ausgezeichneten Bestenlisten-Titel beteiligten Künstler sind: Die Dirigenten Andris Nelsons, Adam Klocek, Hervé Niquet, György Vashegyi sowie (posthum) Sir Thomas Beecham und Gerd Albrecht; das Gewandhausorchester Leipzig, die Sinfonia Varsovia, das Orfeo Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, das DSO Berlin und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie das Orchestre de Chambre de Paris; die Pianisten Pierre-Laurent Aimard, Hilko Dumno sowie (posthum) Cecil Taylor und Fried-rich Gulda; der Schlagzeuger Tony Oxley, die Cellistin Astrig Siranossian, der Flötist Em-manuel Pahud, die Geigerin Susanne Scholz und der Cembalist Michael Hell; das Brad Mehldau Trio, die Musikband Franui, das Vokalsextett The Gesualdo Six und das Ensem-ble WÖR; die Liedermacherin Christina Lux, der Bariton Johannes Martin Kränzle, die Sängerin Mamani Keïta, der schweizerische Bluesgitarrist & Sänger Philipp Fankhauser sowie (posthum) die Sopranistin Birgit Nilsson; die Bands The National Reserve und Arat Kilo; Slampoet Mike Ladd, die Schauspieler & Sprecher Boris Mattérn und Felix von Man-teuffel, die afrikanischen Gitarristen Ronnie Moipolai und Sibongile Kgaila sowie DJ Koze.

Bestenliste 3-2018

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Abschied

cosseDer Preis der deutschen Schallplattenkritik trauert um zwei große Kollegen. Kurz vor Weihnachten, am 18. Dezember 2017, verstarb in Salzburg Peter Cossé, der achtzehn Jahre lang als Musikkritiker der Salzburger Nachrichten gearbeitet hatte und darüberhinaus bekannt war als ein gefragter Radio- und Printjournalist, wie auch legendärer Klaviermusikexperte. Peter Cossé war ausgestattet mit einem feinen Humor, er verfügte über eine unverwechselbare Formulierungskunst und ein „geradezu enzyklopädisches Wissen in diesem Fach“, wie PdSK-Juror Karl Harb in seinem lesenswerten Nachruf schreibt. Über viele Jahre wirkte Peter zuverlässig und streitbar als Juror in der Klavierjury des PdSK, mehrfach auch im Jahresausschuss und in den Kritikerquartetten. Er wurde 69 Jahre alt.

hueblerAm 5.März 2018 verstarb der Münchner Komponist und Musikschriftsteller Klaus K. Hübler im Alter von 62 Jahren. Sein musikalisches Œuvre, verlegt bei Ricordi, ist klein, aber wertvoll und komplex, es umfasst 24 Partituren, vorwiegend Kammermusiken. Hübler hatte Musikwissenschaften und Komposition studiert, u.a. bei Brian Ferneyhough. Seine avantgardistisch-expressive Tonsprache bescherte ihm in siebziger Jahren spontan Erfolg, der anhielt, bis eine schwere Krankheit ihn Ende der Achtziger aus der Karriere katapultierte. Hübler schrieb kritische Essays über Cage und Stockhausen, als Juror beim Schallplattenpreis dagegen befasste er sich nicht mit Zeitgnössischem, vielmehr wirkte er bis zuletzt mit in der Jury Alte Musik und er kümmerte sich auch um die musikpolitischen Belange des Vereins. Ihm zu Gedenken hat jetzt PdSK-Juror Max Nyffeler ein Interview wiederveröffentlicht auf seinem Beckmesser-Blog, das er 1987 mit Hübler für die Zeitschrift MusikTexte geführt hatte: „Klaus K.Hübler und die erfüllte Zeit“. Man erfährt daraus viel über Hüblers Denkweise, seine Kompositonsweise und über sein erstes Streichquartett. (eeb)
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Quartett der Kritiker und Preisverleihung in Würzburg

180610-jahrespreis-schumann-quartett-by-schmelz-fotodesignWürzburg. Festlicher Doppelschlag: Am 10. Juni lud sich das Würzburger Mozartfest erstmalig vier der Juroren vom Preis der Deutschen Schallplattenkritik aufs Podium ein – und das aus zweifachem Anlass: Erstens wurde im ausverkauften Fürstensaal der schönen Würzburger Residenz das fabelhafte junge Schumann Quartett gefeiert und mit einem Jahrespreis des PdSK e.V. ausgezeichnet – für das Album "Landscapes" von 2017, mit Kompositionen von Haydn, Bartók, Pärt und Takemitsu (beim Label Berlin Classics). Die Laudatio hielt Eleonore Büning.
Und zweitens formierte sich am gleichen Ort ein "Quartett der Kritiker", mit Thomas Rübenacker (SWR), Eleonore Büning (FAS), Elisabeth Richter (NDR) und Hans Klaus Jungheinrich (FR), die hitzig und kontrovers über höchst unterschiedliche Aufnahmen und Lesarten von Mozarts zweitem preußischen Quartett, KV 589 B-Dur diskutierten - zur Freude des zahlreich erschienenen Publikums. Zur Krönung wurde eben dieses Werk dann abschließend live vom Schumann Quartett zur Aufführung gebracht.

Das Schumann Quartett freut sich über den Jahrespreis. (Foto: Schmelz Fotodesign)
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