Neue Bestenliste der Schallplattenkritik

bestenlste-117px-transparentBonn. Die neue Vierteljahresliste vom Preis der deutschen Schallplattenkritik e. V. (PdSK)  ist erschienen. 139 Juroren haben in 27 Kategorien sämtliche CD-, DVD- und Hörbuch-Neuerscheinungen des zweiten  Quartals 2014 gesichtet und insgesamt 235 Titel für die Longlist nominiert. Davon schafften es 27 Titel auf die Liste. Die Pop/Rock-Juroren kürten diesmal den raffiniert verfeinerten Bluesrock der Black Keys, die Independent- und Folk-Jurys die fruchtbare Zusammenarbeit der Elektronik-Ikonen Eno & Hyde sowie eine Hommage an den kalifornischen Songwriter Jackson Browne. In den Opern-Jurys machte René Jacobs mit seiner fulminanten Händel-Operneinspielung „Orlando“ das Rennen neben der posthum veröffentlichen DVD der letzten Inszenierung von Patrice Chéreau, seiner „Elektra“ aus Aix.  Auch die Jury "Lied" entschied sich im Strauss-Jahr für eine herausragende Strauss-Produktion, sie vergab die Höchstpunktzahl an das Strauss-Liederalbum der Sopranistin Christiane Karg.  Erneut  hat sich das SWR Vokalensemble einen Bestenlistenplatz erobert (diesmal mit amerikanischen Chorwerken), auch Paul van Nevel steht zum wiederholten Mal auf der Bestenliste (diesmal mit Werken von Claude Le Jeune).  Dass ausgerechnet Joseph Haydns Streichquartett „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ doppelt gewann,  erlaubt reizvolle Vergleiche: Die historische Aufnahme des Griller Quartets steht neben der aktuellen des  Cuarteto Casals. Im Jazz setzten sich zwei Live-Alben durch, mit dem amerikanischen Altmeister Sonny Rollins sowie der deutschen Saxophonistin Ingrid Laubrock. Die Grenzgänger-Jury ließ sich von  Paul Brodys  Interpretation der Gedichte von Rose Ausländer überzeugen. Auch der Neo-Soul der Wahl-Engländerin Fatima und die Sound-Puzzles von Fatima Al Qadiri stoßen in ungewohnte Klangräume vor. Um Schicksalsschläge geht es in den literarischen Kategorien, hier siegten das Rimini Protokoll nebst Maria-Cristina Hallwachs mit dem Hörspiel „Qualitätskontrolle“ sowie David Almond mit „Der Junge, der mit den Piranhas schwamm“.

Weitere Bestenlistenplätze wurden erobert von dem Dirigenten Thomas Hengelbrock, den Pianisten Evgeni Koroliov und Alexander Markovich,  dem Cembalisten Glen Wilson, dem ensemble recherche, der Singer-Songwriterin Susheela Raman, der friesischen Folkgruppe Kalüün,  dem dänischen Bluesmusiker Thorbjørn Risager, dem iranischen Sänger Mohammad Motamedi sowie von Anna Schmidt und ihrem herausragenden Penderecki-Film. icon Bestenliste 3-2014

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"Nachtigall" für Christian Gerhaher bei den Salzburger Festspielen

Nachtigallverleihung an Christian Gerhaher bei den  Salzburger FestspielenSalzburg. Der Ausnahmebariton Christian Gerhaher wurde am 5. August 2015 im Rahmen der Salzburger Festspiele mit der Nachtigall 2014 geehrt. Die Verleihung durch Eleonore Büning (Foto rechts) fand im Anschluss an einen Liederabend statt, den Gerhaher gemeinsam mit seinem Klavierpartner Gerold Huber im Haus für Mozart gab– wobei unter anderem der von Wolfgang Rihm für Gerhaher komponierte neue Liederzyklus „Harzreise“ gespielt wurde
Bei der Trophäe Nachtigall, die einmal jährlich vom Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. (PdSK) verliehen wird, handelt es sich um eine Bronzeskulptur, die der Künstler Daniel Richter speziell für den PdSK entwarf. Sie stellt einen stilisierten Vogel dar, der es auf einen "goldenen Zweig" gebracht hat.
In der Laudatio der Jury heißt es, unter anderem: „Christian Gerhaher ist nicht nur der beste Liedsänger unserer Tage; er singt mit der nämlichen pathosfreien Hingabe und superlativischen Unbedingtheit auch Oratorium, Oper und Operette, alte, wie neue Musik. Und alles, was er singt, wird lebendig und wahr“. (Foto: Salzburger Festspiele / Silvia Lelli)
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Von Bach bis Ligeti - Neue Termine & Themen für das „Quartett der Kritiker“

musikfest_berlinMusikfest Berlin. Am Sonnabend, den 6. September um 15 Uhr ist das Quartett der Kritiker erneut zu Gast beim Musikfest Berlin.  Thema der Talkrunde im Foyer des Kammermusiksaals der Berliner Philharmonie: Die Horn-Trios von Johannes Brahms und György Ligeti.  Erneut – bereits zum dritten Mal – wird die Diskussion von DeutschlandRadio Kultur mitgeschnitten und gesendet. Olaf Wilhelmer moderiert, es streiten die Juroren Eleonore Büning, Volker Hagedorn, Hartmut Lück und Michael Struck-Schloen. Anschließend, um 17 Uhr, werden die Werke live aufgeführt von der Geigerin Isabelle Faust, dem Hornisten Teunisvan der Zwart und dem Pianisten Alexander Melnikov.
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Musikfest Stuttgart. 
Das Magnificat von Carl Philipp Emanuel Bach steht am Sonntag, dem 7. September, um 17 Uhr zur Diskussion im Kursaal von Bad Cannstatt. Zu dieser Runde hat erneut das Musikfest Stuttgart eingeladen. Zum Quartett der Kritiker formieren sich diesmal die Juroren Ingeborg Allihn, Carsten Niemann, Martin Mezger und Uwe Schweikert.

Der Eintritt ist frei, das anschließende Konzert, Beginn 19 Uhr,  wird gestaltet von der Musikfest-Akademie.



logoMusikfest Alte Oper Frankfurt
. Zum ersten Mal gastiert das „Quartett der Kritiker“ am Sonntag, den 21. September, in der Alten Oper Frankfurt. Zum Auftakt des Frankfurter Festivals Aufbrüche in der Musik wird fast die komplette Kammermusikjury des PdSK antreten: Eleonore Büning, Volker Hagedorn, Peter Hagmann und Thomas Rübenacker diskutieren über diverse Interpretationen von Ludwig van Beethovens Streichquartett cis-Moll, op.131. Ort: Albert Mangelsdorff  Foyer. Beginn der Talkrunde: 17 Uhr. Eintritt. frei. Anschließend, um 19 Uhr,  ist das Hagen-Quartett unter anderem mit op.131 im Mozartsaal der Alten Oper zu erleben.

sdg-logo-pos„Soli Deo Gloria“ Braunschweig. Am vierten Advent tritt zum letzten Mal in diesem Jahr ein Quartett der Kritiker zusammen. Auf dem Prüfstand: die wichtigsten und besten Aufnahmen des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach. Gastgeber ist das Festival SOLI DEO GLORIA, wiederum wird DeutschlandRadio Kultur mitschneiden und senden, Olaf Wilhelmer moderiert. Teilnehmer der Runde sind die Juroren Ingeborg Allihn, Eleonore Büning, Albrecht Thiemann und Rainer Wagner. Ort: Braunschweig, Jakob-Kemenate (Am Eiermarkt 1A). Zeit: 21. Dezember, 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anschließend musizieren Ton Koopman sowie das Amsterdam Baroque Orchestra & Choir die ersten vier Kantaten des Weihnachtsoratoriums  in der Braunschweiger St. Martinikirche.
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Jahrespreis an Art-Pop-Musikerin Julia Holter in Heidelberg

Art-Pop Künstlerin Julia HolterHeidelberg. Am 11. Juli 2014 im Kulturhaus Karlstorbahnhof gab die kalifornische Art-Pop-Künstlerin Julia Holter (Domino Records) ihr in diesem Jahr einziges Konzert in Deutschland. Bei dieser Gelegenheit nahm sie auch eine Urkunde des PdSK entgegen, die Laudatio hielt Angelika Inhoffen (rechts) für den PdSK. Julia Holter (links im Bild) war für ihr 2013 erschienenes Konzeptalbum Loud City Song vom Preis der deutschen Schallplattenkritik mit einem Jahrespreis 2013 ausgezeichnet worden. Der Sängerin, die Komposition studiert hat, gelingt mit ihrer Musik „eine hypnotisierende Mischung aus subtiler Poesie, Momenten unheimlicher Heimeligkeit, bedrängender Episoden und elegischer Balladen im Ambient-Modus“, so die Jury in ihrer Begründung für den verliehenen Jahrespreis. Das Publikum im Heidelberger Karlstorbahnhof erlebte einen sphärisch entrückten Auftritt voller raffinierter Instrumentierungen und ausgefallener Songideen. In den USA gilt die Avantgarde-Künstlerin Julia Holter längst als eine der wichtigsten Komponistinnen der Gegenwart. Nun erhält sie auch in Europa immer mehr Beachtung. (Foto: Jan Wiele)
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Quartett der Kritiker - Rückblick auf die 1. Jahreshälfte 2014

Bonn. Die Serie der im September 2010 im Beethovenhaus Bonn gestarteten und im Jubiläumsjahr des PdSK ausgeweiteten Musiktalkshow Quartett der Kritiker hat sich 2014 weiter fortgesetzt:

c/o pop Convention Köln 2014c/o pop Convention Köln. "Let's talk about Pop": Der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hatte gemeinsam mit der Zeitschrift MusikWoche im Rahmen der c/o pop Convention wieder zu einem Quartett der Kritiker in Köln eingeladen. Am Freitag, dem 22. August, setzen sich im Riphahn-Saal des Kölnischen Kunstvereins die PdSK-Juroren Manfred Gillig-Degrave (Chefredakteur MusikWoche) und Mike Kamp (PdSK-Vorstand, "Folker") mit den Kollegen Daniel Koch (Chefredakteur "Intro") und Sebastian Zabel (Chefredakteur "Rolling Stone") zusammen, um zu viert über die neuesten Produktionen der Pop-Musik zu diskutieren. Zum Quintett erweitert wurde die Runde durch den Künstler und Songwriter Maxim, der die Kriterien der Kritiker einem Reality-Check unterzog.


arpmuseum  Am 8. Juli 2014 war das Quartett der Kritiker zum ersten Mal zu Gast  beim Kammermusikfest im Bahnhof Rolandseck. Die Runde setzte sich zusammen aus Eleonore Büning, Ludolf Baucke, Max Nyffeler und Christoph Vratz. Die Musikkritiker verglichen diverse Aufnahmen des Streichquartetts von Maurice Ravel, das am gleichen Abend im Festsaal live aufgeführt wurde von Guy Braunstein, Rosanne Philippens, Julia Deyenka und Zvi Plesser.

logo_bachfest_leipzigAm 22. Juni 2014 folgte das Quartett der Kritiker  einer Einladung des Leipziger Bachfestes. Es ging in der Diskussion im  Sommersaal des Bach-Museums um die h-Moll-Messe BWV 232 von Johann Sebastian Bach, die am Abend in der Thomaskirche vom Amsterdam Orchestra & Choir unter Leitung von Ton Koopman live aufgeführt wurde. Auf dem Podium diskutierten Martin Elste, Sabine Fallenstein, Matthias Hengelbrock und Wolfgang Schreiber.

klavierfestival_ruhrAm 1. Juni 2014 war das Quartett der Kritiker erneut zu erleben beim Klavier-Festival Ruhr. Es ging diesmal um die drei letzten Klaviersonaten op. 109, 110, 111 von Ludwig van Beethoven, die in diesem Jahr im Fokus des Festivals standen und in dessen Verlauf von so unterschiedlichen Pianisten interpretiert werden wie Krystian Zimerman, Igor Levit und András Schiff. Zum Auftakt begutachteten und verglichen die Juroren Kalle Burmester, Eleonore Büning, Wolfram Goertz und Wolfgang Schreiber alte und neue Aufnahmen dieser großen Rätselwerke.
 
hdf_pressequadrat2014Den Auftakt hatten im März die Pop-Musik-Juroren mit einem Kritiker-Quartett über neue Platten von Bruce Springsteen, Beyoncé u.a. auf der Frankfurter Musikmesse gemacht. Gleich zweimal hieß es dann im April und Mai mit dem Moderator Olaf Wilhelmer Das Quartett der Kritiker zu Gast im DeutschlandRadio Kultur.
So diskutierten am 6. April Ludolf Baucke, Eleonore Büning, Norbert Hornig und Kai Luehrs-Kaiser beim Heidelberger Frühling über Einspielungen des Beethovenschen Tripelkonzertes, während am 9. Mai Michael Gassmann, Kai-Luehrs-Kaiser, Martin Elste und Christian Wildhagen im Jüdischen Museum Berlin Aufnahmen des Klavierquintetts von Edward Elgar erörterten.

Wer live dabei war, konnte die Werke anschließend im Konzert mit dem Irish Chamber Orchestra erleben. Im Zentrum der von Jörg Widmann dirigierten Aufzeichnung stand Ludwig  van Beethovens Tripelkonzert C-Dur op.56 mit den Solisten Igor Levit (Klavier), Ning Feng (Violine) und Alexey Stadler (Violoncello).

Das DeutschlandRadio Kultur zeichnete die Kritikerquartette und Konzerte auf und strahlte sie zeitversetzt aus.
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WAS KRITIKER LIEBEN! Das Bestenlistenkonzert 2014

Piano-Duo Tal & Groethuysen (Foto: Michael Leiss)stile antico
... das aufregendste Vokalensemble Großbritanniens - fünfmal auf der Bestenliste seit 2007, zuletzt 2013  mit „Phoenix Rising“
 
Piano-Duo Tal & Groethuysen
... Deutschlands bestes Klavierduo - fünfmal auf der Bestenliste seit 2002, zuletzt 2013 mit „Götterdämmerung“
 
Michael Riessler & Pierre Charial
... wunderbare Grenzgänger auf Klarinette/Saxophon und Drehorgel - unsere  Jahrespreisträger 2012 für „Big Circle“
 

Erstmals veranstaltete der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. (PdSK) ein Bestenlistenkonzert unter dem Motto WAS KRITIKER LIEBEN! Kritiker kritisieren eben nicht nur, sondern loben und lieben auch! Die vom PdSK ausgezeichneten Künstler stellten im Rahmen eines Konzerts im Festsaal des BASF-Gesellschaftshauses in Ludwigshafen ihr herausragendes Können unter Beweis. Nicht weniger als elfmal insgesamt wurden dabei die Künstler des diesjährigen, in Kooperation mit dem BASF-Kulturmanagement veranstalteten Konzerts vom Preis der deutschen Schallplattenkritik mit Auszeichnungen bedacht - ja geradezu überhäuft.
 
Vokalensemble stile antico (Foto: Borggreve)Das britische Vokalensemble stile antico sang aus seinem Programm "Herrscher über Europa: Musik für die Habsburger", das Piano-Duo Tal & Groethuysen spielte Vierhändiges von Schubert und Wagner, und im letzten Programmteil zauberte der geniale Pierre Charial auf seiner aus Paris herbeigeschafften Drehorgel zusammen mit dem Klarinettisten und Saxophonisten Michael Riessler virtuos Aberwitziges und Klangrauschendes hervor.
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Ehrenpreis 2014 an Hariprasad Chaurasia in Köln

Hariprasad Chaurasia (Foto: PdSK)Köln. Einen Ehrenpreis verlieh der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) am 27. Mai 2014 an den indischen Bambusflötenspieler Hariprasad Chaurasia. Vor seinem Auftritt im Kölner Osho UTA Institut, einem Zentrum für Meditation und spirituelle Therapie, nahm der Meister der Bansuri, der nordindischen Bambusflöte, die Auszeichnung von PdSK-Juror Manfred Gillig-Degrave entgegen.

Mit seinem Instrument bringe Hariprasad Chaurasia die „Stimme der göttlichen Liebe“ zum Erklingen, heißt es in der Jurybegründung. Der PdSK -  ein unabhängiger Zusammenschluss von derzeit 145 Musikkritikern und Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz - würdigte mit dieser Auszeichnung das Lebenswerk des sensiblen und spirituell inspirierten Künstlers.
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Ausgezeichnet, einmal umgekehrt! Heidelberger Musikpreis für Eleonore Büning

Eleonore BüningHeidelberg. Die Musikkritikerin und Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Eleonore Büning, seit 2011 Vorsitzende des „Preises der deutschen Schallplattenkritik“ e.V., erhielt in diesem Jahr den Musikpreis des Festivals Heidelberger Frühling. Mit dieser Auszeichnung werden Kulturschaffende gewürdigt, die sich „substanziell und nachhaltig für die Vermittlung von klassischer Musik“ eingesetzt haben. Eine Besonderheit des Preises ist es, dass sich die Jury aus Musikern zusammensetzt, darunter die Geigerin Julia Fischer, die Sänger Thomas Quasthoff und Thomas Hampson, der Pianist Igor Levit und der Schlagzeuger Martin Grubinger. Der mit 10.000 Euro dotierte, vom Baustoffhersteller HeidelbergCement gestiftete Preis wurde am Sonnabend, 5. April, in der Stadthalle Heidelberg im Rahmen eines Konzertes überreicht. Jörg Widmann, Komponist, Klarinettist und Vorjahrespreisträger, hielt die Laudatio.
Die Mitglieder des PdSK e.V. freuen sich mit Eleonore Büning und gratulieren herzlich.

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Jahrespreis 2013 an den Münchner Hörverlag für die Produktion von James Joyce's "Ulysses“

ulysses-jp-800Leipzig. Am 13. März 2014 verlieh der PdSK im Rahmen einer Lesung auf der Leipziger Buchmesse in der schönen Alten Handelsbörse in der Innenstadt einen Jahrespreis an den Münchner Hörverlag für die 31 CDs beinhaltende vollständige Lesefassung von James Joyce's Ulysses. Mit Urkunden geehrt wurden Dr. Claus-Ulrich Bielefeld (3.v.l.), für das Projekt verantwortlicher Literaturredakteur beim RBB, Ralph Schäfer (4.v.l.), zuständig für die Regie, und Renate Schönbeck (5.v.l.), verantwortlich für die Programmleitung des Hörverlags. Es las an diesem Abend der Schauspieler Heikko Deutschmann (rechts im Bild). Der Leipziger Pianist Stephan König (ganz links) untermalte am Flügel. Überreicht wurde der Preis von PdSK-Juror Dr. Peter Fuhrmann (2.v.l.). Foto: Heike Völker-Sieber

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Kritikerquartett diskutierte auf der Frankfurter Musikmesse

logo Musikmesse 2014Frankfurt. Gibt es einen besseren Platz, sich über Musik auszutauschen als die weltweit größte Musikmesse? Am 14. März 2014 trafen sich von 15 bis 17 Uhr bei der Musikbiz Lounge & Congress im Rahmen der Musikmesse Frankfurt (Zugang über Halle 5.1) erstmals vier Musikkritiker aus dem Popbereich zum Quartett: Torsten Fuchs (rap2soul, Kreuzer Leipzig), Manfred Gillig-Degrave (MusikWoche), Fritz Werner Haver und Klaus Walter (ByteFM) knöpften sich die Alben „High Hopes“ von Bruce Springsteen, „Beyoncé“ von Beyoncé Knowles, „All Love’s Legal“ von Planningtorock und „Zum Glück in die Zukunft II“ von Marteria vor. Diskutiert wurde nach allen Regeln der Kritikerkunst. Das beliebte Format, aus dem Literaturbereich als Literarisches Quartett bekannt, gewährte Musikinteressierten, Musikern und Musikmesse-Gästen brillante Einblicke in die Musikkritik.

Die Veranstaltung war Teil des dreitägigen Kongressprogramms. Seit 2010 verstärkt die Musikmesse ihr Engagement im Bereich Live-Entertainment, Music-Publishing, Labels, Services, Beratung und Kreativ-Wirtschaft, um auch diesen Branchen einen attraktiven Marktplatz zu bieten. Dieses Angebot mit Workshops, Panels und Matchmaking-Veranstaltungen fand in der Musikbiz-Lounge im Kongresszentrum der Messe Frankfurt statt.

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Ehrenpreis 2014 an Marek Janowski

Ehrenpreis der deutschen Schallplattenkritik an Marek Janowski (Foto: Kai Bienert)Berlin. Am 9. Februar 2014 wurde der Dirigent Marek Janowski mit einem Ehrenpreis der deutschen Schallplattenkritik geehrt. Der Maestro, der demnächst seinen fünfundsiebzigsten Geburtstag feiert, nahm die Urkunde entgegen in einem Konzert mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin in der fast ausverkauften Philharmonie. Das Foto zeigt ihn vor seinem Orchester, rechts im Bild Dr. Eleonore Büning,  Vorsitzende des Preises der deutschen Schallplattenkritik, die die Laudatio hielt. In seiner Dankesrede bedankte sich Janowski ausdrücklich auch bei „seinem“ Orchester für die außerordentliche Intensität der Zusammenarbeit. (Foto: Mutesouvenir/ Kai Bienert)

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Nachtigall und Ehrenpreise 2014

Bonn. Der Jahresausschuss vom Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hat die drei Ehrenpreisträger und den Preisträger der Nachtigall 2014 gekürt. Mit diesen Auszeichnungen werden Musikschaffende oder Produzenten für ihr Lebenswerk und besondere Leistungen geehrt.

Einen Ehrenpreis 2014 erhält der ungeheuer vielseitige Dirigent Marek Janowski, unter anderem für seine Wagner- und Henze-Einspielungen: ein Orchestererzieher von Gnaden, ein kompromissloser Kämpfer für Qualität. Ein weiterer Ehrenpreis geht an den großen Virtuosen Hariprasad Chaurasia, der mit der Spiritualität seiner Flötenkunst die klassische indische Musik bereichert und zugleich Brücken zur westlichen Klangkultur schlägt.  Ein dritter Ehrenpreis geht an den Trompeter Tomasz Stańko, Polens wichtigsten Jazz-Botschafter, nicht zuletzt für sein jüngstes Doppelalbum "Wisława".
 
Die Nachtigall 2014 geht an den Ausnahme-Bariton Christian Gerhaher. Erstmals wird diese Trophäe, die der Künstler Daniel Richter für den PdSK entwarf, einem Sänger verliehen. Nachtigall-Preisträger der Vorjahre waren die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Murray Perahia, Sven Regener, der RIAS-Kammerchor und Irène Schweizer. icon PM-Ehrenpreise und Nachtigall 2014
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Die elf Jahrespreise 2013 vom Preis der deutschen Schallplattenkritik

jahrespreis-117px-transparentBonn.  Der Jahresausschuss des Preises der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hat über die Jahrespreise entschieden, die höchste Auszeichnung neben der „Nachtigall“ und den drei personengebundenen Ehrenpreisen. Insgesamt waren diesmal 124 herausragende Titel aus allen Genres nominiert worden, davon landeten 51 auf der Short List, 11 zeichnete die Jury aus. Das Spektrum reicht von kunstvoll-avantgardistischem Pop über Folk-Jazz bis zum Hörbuch, von Oper bis zu zeitgenössischer Kammermusik und Symphonik.

Die junge russische Sopranistin Julia Lezhneva imponiert mit ihrem Debütalbum (Decca), eine Aufführung von Giuseppe Scarlattis Buffo-Oper „Dove è amore è gelosia“ im böhmischen Schlosstheater von Český Krumlov begeistert auf Bildtonträger sowohl mit Kulissen und Kostümen wie auch mit der interpretatorischen Leistung (Opus Arte). In Bellinis „Norma“ brilliert Cecilia Bartoli mit einer neuen Lesart der Titel-Partie (Decca). Eine Mammutaufgabe war die vollständige Lesung von James Joyces „Ulysses“ mit den Stimmen von Schauspielern wie Matthias Brandt, Axel Milberg oder Hanns Zischler, festgehalten auf 31 CDs (Der Hörverlag). Alfred Cortot, einem Altmeister der Klavier-Zunft, ist eine denkwürdige Edition auf 40 CDs gewidmet (EMI). Das britische Trio Quercus um die Folk-Muse June Tabor verbindet grenzüberschreitende Musik auf Jazz-Basis mit literarischen Texten aus mehreren Jahrhunderten (ECM). Das „Another Self Portrait“ aus der „Bootleg Series“ wirft ein neues Licht auf Bob Dylan (Sony). Souverän die Einspielung, die Frank-Peter Zimmermann von Hindemiths Violinkonzert vorgelegt hat (BIS Records). Musikalisches Neuland betritt die afrikanische Sängerin Rokia Traoré auf „Beautiful Africa“: Sie führt zeitgenössischen Rock aus ihrer Heimat Mali mit britischem Indie-Rock zusammen (Out Here).  Peter Brötzmann, der große Energiespender des deutschen freien Jazz, förderte als Kurator eines österreichischen Festivals einzigartige Begegnungen von Musikern, nachzuhören auf der 5-CD-Box „Long Story Short“ (Trost Records). Eine Mischung aus subtiler Poesie und unheimlicher Heimeligkeit gelingt der jungen Pop-Poetin Julia Holter: „Loud City Song“ reflektiert in eigenständiger Weise den Sound- und Lifestyle-Albtraum der Großstadt im 21. Jahrhundert (Domino Records).

jahresausschuss-nahDie drei Ehrenpreisträger für 2014 sowie der Gewinner der „Nachtigall“ 2014 werden im November bekanntgegeben. Dem Jahresausschuss 2013 gehörten folgende Musikkritiker an (Foto): Ludolf Baucke (Jury Neue Musik, freier Journalist, Hannoversche Allgemeine), Eleonore Büning (Jury Kammermusik, F.A.Z.), Torsten Fuchs (Jury Black Music, DJ, Radiomoderator, Kolumnist), Peter Fuhrmann (Jury Wort & Kabarett, ehemaliger WDR-Fernsehredakteur), Manfred Gillig-Degrave (Jury Independent, MusikWoche), Norbert Hornig (Jury Konzerte, Fono Forum, Deutschlandfunk, Buchautor), Johann Kneihs (Jury Weltmusik, ORF/Ö1), Kai Luehrs-Kaiser (Jury Oper I, Fono Forum, Opernwelt, Welt, Spiegel Online, Dramaturg, Buchautor), Ulrich Olshausen (Jury Jazz, freier Journalist, F.A.Z.) und Christian Tjaben (Jury Black Music, freier Journalist, WebRadio ByteFM).

icon Jahrespreise 2013

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