Die aktuelle Bestenliste ist da

bestenlste-117px-transparentBonn. Die 142 Juroren vom „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ e.V. haben ihre erste Vierteljahresliste 2012 bekannt gegeben. Insgesamt schafften es diesmal 26 CDs und 2 DVDs aus 25 verschiedenen Bereichen auf die Bestenliste. In den Kategorien Pop und Independent wurden die Alben „Metals“ von Feist und „El Camino“ von The Black Keys ausgezeichnet. In der Kategorie Alte Musik machte eine Gesamtaufnahme der Werke des flämischen Meisters Johannes Ciconia das Rennen, und in der Kategorie Orchestermusik, zum wiederholten Male, der junge lettische Dirigent Andris Nelsons, diesmal mit einer Tschaikowsky-Aufnahme. Das beste Liedrecital dieses Quartals hat die Sopranistin Diana Damrau mit ihrem Liszt-Liederalbum geliefert, die beste Kinderaufnahme stammt von Ute Kleeberg und heißt „Himmelweit“, bei den Liedermachern siegte Christof Stählin mit dem Album „Aus freien Stücken“ und die Chormusik-Jury entschied sich für den RIAS-Kammerchor mit Johann Christian Bachs „Missa da Requiem“. Außerdem konnten sich u.a. Albert Ostermaier, Wim Wenders, Maurizio Pollini, Peaking Lights, Sonny Rollins, Christian Tetzlaff, The Roots, Diego Fasolis und Stefan Blunier einen Platz auf der Bestenliste sichern. icon Bestenliste 1.2012

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156 Stunden wiedergefundene Zeit

matic-preisverl2011Hamburg. Einer von 12 Jahrespreisen “Preis der Deutschen Schallplattenkritik” 2011 ging jetzt im Literaturhaus Hamburg an Peter Matić (rechts im Bild) für seine herausragende Leistung als Sprecher  der Audioproduktion  Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Die Einspielung von Prousts Gesamtwerk gilt allein produktionstechnisch als Leistung ersten Ranges: "Im Verlauf von acht Jahren hat Peter Matić unter der Regie von Ralph Schäfer die 4195 Seiten des siebenteiligen Zyklus vorgelesen. Vorgelesen ist ein ganz und gar unzureichendes Wort. Besser wäre:  aufgeführt, um diese Verwandlung des Textes in eine Sprach-Symphonie zu beschreiben, die eine Identität von Vergangenheit und Gegenwart herzustellen versucht", so Jürgen Kesting (links im Bild) in seiner Laudatio. Peter Matić trug im Rahmen der Preisverleihung Passagen aus dem Werk vor.icon Laudatio

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"Wissen Sie nicht, was ein Dezibel ist?“

Manfred KahlweitZum Tode unseres Jurors Manfred Kahlweit

Wenn überhaupt, dann wurde in den Nachrufen auf Manfred Kahlweit, der am 24. Januar in Göttingen im Alter von 83 Jahren starb, sein langjähriges Engagement für Musik und Schallplatte nur am Rande erwähnt. Doch spielten sie in seinem Leben eine nicht unerhebliche Rolle. Journalistische Beiträge zur geliebten Kammermusik und zur High Fidelity schrieb der junge Physiker schon 1956 als Post-Doktorand in Kalifornien. Zurück in Deutschland gehörte er zu den ersten Mitarbeitern der neu gegründeten Schallplattenzeitschrift „fonoforum“. Er  machte sich hier schnell einen Namen als Kritiker und als kompetenter, mit unnachahmlich trockenem Witz formulierender Autor der Serie „Wissen Sie auch nicht, was ein Dezibel ist?“. Und er war dabei, als „fonoforum“ 1963 zum ersten Mal den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ verlieh. Kahlweit wurde 1963 Mitglied und 1967  Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut für physikalische, später biophysikalische Chemie, wo er bis zu seiner Emeritierung 1996 wirkte. Er erwarb als „ungewöhnlich ideenreicher Experimentator mit tiefem theoretischen Verständnis“, so schreibt ihm zu Gedenken der Präsident Max-Planck-Gesellschaft, hohes Ansehen in der Fachwelt. Neben dieser erfolgreichen wissenschaftlichen Karriere blieb Manfred Kahlweit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ bis zu seinem Tod als Juror eng verbunden: gleichbleibend zuverlässig, umfassend informiert, unbestechlich und mit höchstem Qualitätsanspruch wertend (Ingo Harden).
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Quartett der Kritiker – zu Gast im Deutschlandradio Kultur

logodlr-kultur1Bremen. Zu Gast im Deutschlandradio - mit D-Radio-Moderator Olaf Wilhelmer - so heißt das neue Format, in dessen Rahmen das Quartett der Kritiker  vom Preis der deutschen Schallplattenkritik die interessantesten aktuellen und historische Aufnahmen  vergleicht und diskutiert. In der ersten Sendung ging es um alte und neue Aufnahmen von Robert Schumanns Symphonie Nr. 4 d-moll. Schumann selbst gilt als Pionier der Musikkritik, dem stets daran lag, einen "Damm gegen die Mittelmäßigkeit aufzuwerfen - durch das Wort wie durch die That".

Quartett der Kritiker in Bremen. Foto: Jörg SarbachDie Veranstaltung, die in Bremen aufgezeichnet wurde, bildet den Auftakt zu einer Kooperation zwischen dem Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. und dem Deutschlandradio Kultur. Je nach Thema und musikalischem Genre wird das Quartett der Kritiker in wechselnder Besetzung auftreten. Auf dem Bild v.l.n.r.: Ludolf Baucke (freier Publizist), Christoph Vratz (freier Publizist), Moderator Olaf Wilhelmer, Eleonore Büning (Musikredakteurin FAS) und Lothar Brandt (Chefredakteur Home Electronic/ Schweiz). Foto: Jörg Sarbach

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Nachtigall an Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

kammerphilharmonie-nachtigall-Preisverleihung. Foto: Jörg SarbachBremen. Zum ersten Mal wurde der Ehrenpreis der deutschen Schallplattenkritik an ein Orchester vergeben – die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen erhielt als Ehrenpreisträger 2010 für ihre künstlerisch hochkarätigen Produktionen die Nachtigall im Rahmen eines Konzertes in Bremen. "Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen beeindruckt in jeder Hinsicht - nicht nur wegen ihrer herausragenden musikalischen Leistung, sondern auch wegen ihres besonderen gesellschaftlichen Engagements in Projekten der kulturellen Bildung," so Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der den Preis offiziell überreichte. Auf dem Bild v.l.n.r.: Albert Schmitt (Geschäftsführer der deutschen Kammerphilharmonie), Christoph Vratz, Friederike Latzko (Orchestervorstand), Lothar Brandt, Eleonore Büning, Ludolf Baucke, Olaf Wilhelmer (Deutschlandradio Kultur). Foto: Jörg Sarbach

Im Anschluss an die Verleihung führte das Orchester Robert Schumanns 4. Sinfonie unter Leitung ihres Chefdirigenten Paavo Järvi auf. Das Konzert wurde im Deutschlandradio Kultur übertragen.

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Musikkritiker unter neuer Führung

pdsk-vorstandBonn.  Einen neuen Vorstand wählten die Juroren im "Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V."  bei einer Mitgliederversammlung im Bonner Haus der Kultur. Vorsitzende wurde Dr. Eleonore Büning (2. von rechts), Redakteurin bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Stellvertreter wurden Mike Kamp (2. von links), Herausgeber des Magazins Folker, und der Musikjournalist Dr. Christoph Vratz (rechts). Als Schatzmeister bestätigten die Mitglieder Matthias Inhoffen (links). Der bisherige Vorsitzende Prof. Dr. Lothar Prox hat den Verein in den vergangenen zwei Jahren geleitet.  Er habe die Vereinigung modernisiert und ihr Gewicht in der Debatte über Musik in Deutschland verstärkt, vermerkt der Bonner Generalanzeiger.

Harden_EhrenvorsitzZum Ehrenvorsitzenden ernannten die Musikkritiker den Rundfunk- und Buchautor Ingo Harden, der den Verein als geschäftsführender Sekretär von 1973 bis 2000 leitete.  "Er führte das Gremium der Kritiker in die Unabhängigkeit und gab ihm eine lebensfähige Struktur", heißt es in der Begründung auf der Urkunde, die der Berliner Musikwissenschaftler Dr. Martin Elste überreichte, seinerseits Vorsitzender von 2000 bis 2008.
(Fotos: Gillig-Degrave)

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Schallplattenkritik-Preisträger in "Ausgezeichnet!“ Jahresbroschüre

Nachtigall-Cover-webDie neue Ausgabe der Jahresbroschüre Ausgezeichnet! 2011/ 2012  ist erschienen. Die 64 Seiten starke Broschüre enthält sämtliche Titel der Bestenlisten sowie die Empfänger von 12 Jahrespreisen und drei Ehrenpreisen der Deutschen Schallplattenkritik. Die Bestenlisten-Produktionen werden erstmalig mit Cover und Kurz-Rezension dargestellt.

Die Broschüre wird zielgruppengenau an ein musik-affines Publikum verteilt - auf bundesweiten Preisverleihungen, Konzerten und Musikfestivals (auch in Österreich und der Schweiz), ebenso an ausgewählte Händler.  icon Ausgezeichnet 2011/2012

 

 

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Jahrespreisverleihung auf Frankfurter Buchmesse

Jahrespreis für Kuckuck, Krake, Kakerlake. Foto: Sabine BrenneisenFrankfurt. Das Tierhörbuch „Kuckuck, Krake, Kakerlake“ ist auf der Frankfurter Buchmesse am Stand der Verlagsgruppe Oetinger mit einem Jahrespreis 2011 in der Sparte „Kinder- und Jugendliteratur“ ausgezeichnet worden. 

Oetinger Media Programmleiter Markus Langer (Foto Mitte) nahm die Urkunde entgegen. Die Sprecher Rainer Strecker (rechts im Bild) und Oliver Rohrbeck (links) lasen anschließend live aus "Kuckuck, Krake, Kakerlake".

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Jahres- und Ehrenpreise beim Bonner Beethovenfest

Preisverleihung an Simon Perry und Marc André HamelinBonn.  Mit einem Ehren- bzw. Jahrespreis ehrte der "Preis der deutschen Schallplattenkritik" auf dem Internationalen Beethovenfest 2011 in Bonn zwei herausragende Persönlichkeiten: Der kanadische Pianist Marc-André Hamelin (Mitte) erhielt  an diesem Abend für die überragende Einspielung seiner „12 Études“ einen Jahrespreis. Simon Perry (links im Bild), Gründer des britischen Klassiklabels Hyperion, nahm einen Ehrenpreis entgegen. Perry habe Ideenreichtum, Risikobereitschaft, künstlerisches Augenmaß und einen ausgeprägten Sinn für die Möglichkeiten einer eigenständigen Repertoiregestaltung bewiesen, so PdSK-Vorsitzender Prof. Dr. Lothar Prox (rechts im Bild)  in seiner Laudatio.

Der Konzertabend im Kammermusiksaal des Beethovenhauses stand ganz im Zeichen des Liszt-Jahres mit der Betrachtung und Interpretation seiner h-moll Sonate. Einen besonderen Akzent bildete hier die Diskussion des PdSK-Kritikerquartetts mit Attila Csampai, Sabine Fallenstein, Dr. Christoph Vratz und dem kurzfristig eingesprungenen Pianisten Michael Korstick. Jahrespreisträger Marc André Hamelin spielte die h-moll Sonate anschließend.  Seine beeindruckende Leistung feierte das Publikum mit Ovationen. (Foto: Barbara Frommann) Mehr Fotos von der Preisverleihung unter Medien

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Ehrenpreis 2011 an Romanautor, Songwriter und Bandleader Sven Regener

Ehrenpreisträger Sven Regener Foto: Fabian HammerlHamburg. Mit der neuen Ehrenpreis-Trophäe "Nachtigall"  wurde der Schriftsteller, Drehbuchautor und Sänger Sven Regener ("Element of Crime")  im Imperial Theater in Hamburg ausgezeichnet. Die Ehrung  fand anlässlich einer Lesung Regeners im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals statt (rechts im Bild: Prof. Dr. Lothar Prox, Vorsitzender "Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V."). In seiner Laudatio verwies Prox u.a. auf das Multitalent Sven Regener: "Man lese das fulminante Kapitel 'Der Hund' aus seinem Roman 'Herr Lehmann'. Erkennbar wird: Regener schreibt eine musikalische Textur. Da waltet eine kombinatorische Logik wie bei der Musik, übrigens wie auch beim Film. Diese beiden Medien operieren ja auf gleiche Weise (indem sie bestimmte Einheiten in der Zeit montieren).Und solche Affinitäten mögen Regeners Schaffensweite erklären. Musikhistoriker, Literatur- oder Filmwissenschaftler könnten zu dem Ergebnis kommen, dass die Musik die entscheidende Triebkraft für sein multivalentes Schaffen darstellt.“ (Foto: Fabian Hammerl)

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Murray Perahia- wahrhaftige und klare Referenzeinspielungen

"Nachtigall"-Preisübergabe an Murray Perahia Foto: Anna MeuerFrankfurt. Nach seinem Konzert mit der Academy of St Martin in the Fields in der Alten Oper Frankfurt wurde der Pianist und Dirigent Murray Perahia mit der neu geschaffenen „Nachtigall“, der Ehrenpreistrophäe 2011 des Preises der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Die 18 cm hohe vergoldete Bronzeskulptur ist ein Originalentwurf des deutschen Malerstars Daniel Richter.

Wie Dr. Eleonore Büning, die 2. Vorsitzende des Preis der Deutschen Schallplattenkritik (PdSK) in ihrer Laudatio vor Musikern und Publikum betonte, erhält Murray Perahia den Preis für seine wahrhaftigen wie klaren Referenzeinspielungen von Werken Bachs, Beethovens und Mozart. Perahia habe damit das klassische Musikleben nachhaltig beeinflusst und bereichert. Auf dem Foto v.l.: Michael Brüggemann, Daniela Majer (beide Sony Music), Murray Perahia sowie die PdSK-Juroren Manuel Brug und Eleonore Büning. Weitere Fotos der Preisverleihung unter Medien.

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