Die neue Bestenliste der Schallplattenkritik

bestenlste-117px-transparentBonn. Der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) veröffentlicht hiermit seine erste Vierteljahresliste für 2016. 155 Juroren, aufgeteilt in 32 Fach-Jurys, suchten die besten neuen Ton- und Bildtonträger aus dem zurückliegenden Quartal aus. Insgesamt waren 280 Titel nominiert, davon schafften es 27 Titel auf die Bestenliste. In der Kategorie DVD/Bildmedien siegte die Dokumentation „Amy“ von Asif Kapadia, für die Rock-Jury war ganz klar das Comeback von The Libertines mit „Anthems For Doomed Youth“ der Bestentitel. In der Symphonik geht es diesmal nordisch zu: Die Berliner Philharmoniker und Sir Simon Rattle werden ausgezeichnet für ihre neue Gesamteinspielung der Symphonien von Jean Sibelius, das Label Danacord für seine umfangreiche Dokumentation „Carl Nielsen on Record“. In der Kategorie Hörspiel überzeugte als Regisseur und Autor Karl Bruckmaier mit seiner kongenialen Adaption von Laurence Sternes Roman „Tristram Shandy“, in der Kategorie Kinder- & Jugend gewann Ulrich Hub das Rennen mit seinem glänzend besetzten Hörspiel „Ein Känguru wie du“. Zum wiederholten Mal schaffte es das Ensemble Les Talens Lyriques unter Dirigent Christophe Rousset auf die Bestenliste, diesmal mit der Oper „Zaïs“ von Jean-Philippe Rameau, ebenso das Collegium Vocale Gent unter Reinbert de Leeuw, diesmal mit Chormusik-Raritäten von Leoš Janáček. Und auch die Kunstpop-Sängerin Julia Holter (mit ihrem vierten Album) sowie die Koloratursopranistin Julia Lezhneva (mit ihrem dritten) wurden schon mehrfach ausgezeichnet, dito das Artemis Quartet, das als soeben frisch gebackener Jahrespreis-Träger mit der neuen Brahms-Einspielung jetzt überraschend auch noch die Bestenliste geentert hat. Die Jazz-Juroren kürten gleich zwei Titel: Das Live-Album der holländischen Sängerin Fay Claassen sowie „Ten Songs about Real Utopia“ mit Daniel Erdmann & Band. Die Liedermacher-Jury entschied sich für Jörg KO Kokott und den Livemitschnitt seines fulminanten Geburtstagskonzerts, dagegen setzte die Jury Grenzgänger auf den Liedermacher und Akkordeonisten Geoff Berner.
Außerdem auf der Bestenliste: Die Künstlerin Joanna Newsom mit „Divers“, das Duo Darkstar aus West Yorkshire mit seinen innovativen Elektro-Popsongs, die längst überfällige posthume Würdigung der Pianistin Dinorah Varsi, die höchst lebendigen, mit zeitgenössischer Musik befassten Cellistinnen Emmanuelle Bertrand und Séverine Ballon, der Cembalist Diego Ares, der Dirigent Antonio Pappano, der Tenor Jonas Kaufmann, die Soulsängerin Erykah Badu, die schwedische Metalband Avatarium  sowie das Trio Rivière Noire, das Duo Broom Bezzums und die New Yorker Formation Hazmat Modine. icon Bestenliste 1-2016

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Von Brahms bis Blues: Die zwölf Jahrespreise 2015 vom PdSK e.V.

jahrespreis-117px-transparentBonn. Der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. gibt die Siegertitel bekannt, die mit einem Jahrespreis 2015 ausgezeichnet werden. Insgesamt waren 148 Produktionen, die in den letzten achtzehn Monaten herauskamen, von der Gesamtjury als herausragend evaluiert und für die Longlist nominiert worden, 12 davon machten das Rennen. Die Bandbreite der prämierten Genres reicht vom Streichquartett über die Barockoper bis zur Klaviersonate, von Black Music über Indie-Rock und Jazz bis hin zur Dichterlesung. Einen Jahrespreis erhalten 1.) das Ensemble red fish blue fish nebst Gästen für die fulminante Interpretation früher Schlagzeugstücke von Karlheinz Stockhausen (Mode Records/harmonia mundi); 2.) der Pianist Ronald Brautigam für seine bahnbrechende Lesart aller Beethovensonaten auf historischen Fortepianos (BIS Records/Klassik Center Kassel); 3.) das Artemis Quartett für seine maßstäbliche Brahmsinterpretation (Erato/Warner); 4.) der Dirigent Francois-Xavier Roth und sein Orchester Les Siècles für die historisch-kritische Lesart von Ballettmusiken Strawinskys (Actes Sud/harmonia mundi); 5.) Paul O’Dette und Stephen Stubbs sowie eine glänzende Sängercrew rund um Countertenor Philippe Jaroussky für die Gesamtaufnahme der Oper „Niobe“ von Agostino Steffani (Erato/Warner); 6.) das Vijay Iyer Trio für den ambitionierten Klavierjazz von „Break Stuff“ (ECM/Universal); 7.) Sebastian Sternal für die Grenzüberschreitungen mit seiner Symphonic Society (Traumton/Indigo); 8.) Thorbjørn Risager und seine Band The Black Tornado für den Bluesboogiesoul-Sound in „Too Many Roads“ (Ruf Records/in-akustik); 9.) die texanische Indie-Band Spoon für das Album „They Want My Soul“ (Anti/Indigo); 10.) Frank Ryle und Rob Hardt von Cool Million für den Modern Soul von „Sumthin’ Like This“ (Sedsoul/SPV); 11.) das Label NoEthno für die enzyklopädisch prachtvolle Dokumentation aller Streichlauten Asiens (NoEthno/Galileo); 12.) Ulrike Janssen und Norbert Wehr für die reich ausgestattete Edition der Originalaufnahmen des Kultautors, Poeten und  Sprachinstallateurs Thomas Kling (Lilienfeld Verlag).

Jahresausschuss PdSK 2015

Dem Jahresausschuss des PdSK e.V., dem es obliegt, Jahres- und Ehrenpreisträger sowie den neuen „Nachtigall“-Preisträger zu ermitteln, gehören in wechselnder Besetzung bis zu elf Fach-Juroren an. Im Jahresausschuss 2015 arbeiteten mit (v.l.n.r): Jan Reichow (Jury Traditionelle ethnische Musik, WDR, freier Autor), Jörg Wachsmuth (Jury Black Music, freier Musikjournalist, rap2soul), Werner Stiefele (Jury Jazz I, Fachjournalist für Jazz), Matthias Inhoffen (beratend), Sabine Fallenstein (Jury Cembalo & Orgel, SWR), Eleonore Büning (Jury Kammermusik, F.A.Z.), Torsten Fuchs (Jury Black Music, freier Musikjournalist, rap2soul), Norbert Hornig (Jury Konzerte, freier Musikjournalist, Fono Forum, Deutschlandfunk), Michael Kube (Jury Orchestermusik, Neue Schubert-Ausgabe), sitzend Albrecht Thiemann (Jury Lied, Opernwelt) und  Wolfgang Schiffer (Jury Hörbuch, WDR, Hörspieldramaturg, Buchautor). Nicht auf dem Foto: Susanne Benda (Jury Chormusik, Stuttgarter Nachrichten)

Die  Bekanntgabe der Ehrenpreisträger 2016 und der „Nachtigall“ 2016 erfolgt zeitnah, sobald das Jahr 2016 angebrochen ist. icon Jahrespreise 2015

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Jahrespreisverleihung an Christophe Rousset und Les Talens Lyriques

Christophe Rousset JahrespreisverleihungHamburg. Der aus Aix en Provence stammende Dirigent und Cembalist Christophe Rousset und sein Ensemble Les Talens Lyriques waren vom Preis der deutschen Schallplattenkritik für ihre Einspielung der Oper Phaéton von Jean-Baptiste Lully (harmonia mundi) mit einem der insgesamt 12 Jahrespreise 2014 ausgezeichnet worden. Im Rahmen eines Konzerts der NDR-Reihe „Das Alte Werk“ am 3. November 2015 überreichte PdSK-Jurorin Elisabeth Richter diesen Preis an Christophe Rousset in der Hamburger Laeiszhalle vor begeistertem Publikum. Sie gratulierte dem Künstler und ehrte ihn mit einer Urkunde. Les Talens Lyriques und Christophe Rousset werden laut Preisbegründung u. a. für ihr „saftig sprühendes Klangbild“ und „explosive Frische“ ausgezeichnet, was auch im Konzert bei Werken u. a. von François Couperin, Élisabeth Jacquet de la Guerre und Louis Nicolas Clerembeault zu hören war. (Foto: Claudia Höhne)

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Die Bestenliste der Schallplattenkritik ist da

bestenlste-117px-transparentBonn. Heute erscheint die vierte Vierteljahresliste 2015 vom Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK). 155 Juroren sichteten in 32 Kategorien das letzte Quartal und wählten die besten der in diesem Zeitraum veröffentlichten Ton- und Bildtonträger aus. 241 Titel waren für die Longlist nominiert, 25 Titel davon schafften es ins Finale. Vier der klassischen Jurys richteten den Blick diesmal gezielt nach Osten, nach Polen, Ungarn, Russland: Ausgezeichnet wurde die Orchesterbox der Ferenc-Fricsay-Edition, außerdem die Zehnte von Schostakowitsch mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons, dazu Lutosławskis Klavierkonzert mit Krystian Zimermann und Simon Rattle sowie die Streichquartette von Grazyna Bacewicz mit dem Lutosławski Quartet. Bei den Bildmedien siegte ein Film-Porträt des französischen Komponisten Erik Satie sowie eine Aufzeichnung von Jean Philippe Rameaus „Les Indes Galantes“ mit Christophe Rousset und Les Talens Lyriques. Die Opern-Jury zeichnete mit „Herculanum“ von Félicien David eine Rarität aus, die Klavier-Jury entschied sich für das jüngste Konzeptalbum von Tal & Groethuysen, die Orgeljury für Maria-Magdalena Kaczors Beethovenrecital. Auch in der Popmusik schafften es fast durchweg Produktionen abseits des Mainstreams auf die Liste: das Duo Sleaford Mods mit seinen sozialkritischen Stücken zwischen HipHop und Post Punk, der komplexe autobiografische Filmsoundtrack des Rappers Dr. Dre und die vielfarbig schillernde elektronische Tanzmusik von DJ Hunee. Die Blues-Juroren empfehlen den vitalen britischen Altmeister John Mayall, die Jazz-Juroren eine Edition mit allen Aufnahmen von Oscar Peterson für den Schwarzwälder Produzenten Hans Georg Brunner-Schwer sowie die Duo-Kunst der Seelenverwandten Irène Schweizer und Han Bennink. In der Hörbuch-Jury siegte eine Produktion zu Ilija Trojanows „Macht und Widerstand“, bei den Kinder- und Jugendaufnahmen die Comic-Phantasie „Mein Bruder ist ein Superheld“ von David Solomons.

Des weiteren auf der Bestenliste: Chordirigent Hans-Christoph Rademann, die Heavy-Metal-Band Dead Lord, die Geigerin Nurit Stark, die Sängerinnen Caroline Melzer und Michaela Schuster, das Ensemble Cinquecento, der Folk-Gitarrist Jens Kommnick, die korsische Gruppe A Filetta sowie Liedermacher Konstantin Wecker. icon Bestenliste 4-2015
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Quartette der Kritiker

Berlin, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Köln, Ludwigsburg, Potsdam, Stuttgart, Weimar und Zürich sind die Orte, an denen bisher Veranstalter 2015 zum Quartett der Kritiker eingeladen haben. PdSK-Mitglieder aus sechs klassischen Jurybereichen diskutierten über Werke von Johann Sebastian Bach bis Jean Sibelius und Hugo Wolf.

Jahresrückblick auf die Kritikerquartette 2015


Quartett der Kritiker. Tonhalle Orchester Zürich. Foto: Michaela Braun / Tonhalle-Gesellschaft ZürichZürich. Erstmalig gastierte ein Quartett der Kritiker in der Schweiz. Eleonore Büning, Peter Hagmann, Max Nyffeler und Christian Wildhagen diskutierten in der Tonhalle Zürich  am 12. November über Einspielungen von Werken Maurice
Ravels. Foto: Michaela Braun / Tonhalle-Gesellschaft Zürich





mfb15Berlin. Am 10. September hieß es beim Musikfest Berlin in der Philharmonie „Quartett der Kritiker zu Gast im Deutschlandradio Kultur“. Vor dem Abendkonzert des Emerson String Quartets und der Sopranistin Barbara Hannigan moderierte Olaf Wilhelmer eine mit Ludolf Baucke, Susanne Benda, Eleonore Büning und Christian Wildhagen besetzte Podiumsrunde, die Alban Bergs „Lyrische Suite“ in rund einem Dutzend Einspielungen durchleuchtete.

Deutschlandradio sendete die Aufzeichnungen zu folgenden Terminen:
23. September ab 20.03 Uhr: Quartett der Kritiker zu Gast im Deutschlandradio Kultur. 24. September ab 20.03 Uhr: „Luft von anderem Planeten“ - Ludwig van Beethoven: Streichquartett F-Dur op.135. Anton Webern: Drei Stücke für Streichquartett und Stimme. Alban Berg: Lyrische Suite. Arnold Schönberg: Streichquartett fis-Moll op.10. Barbara Hannigan (Sopran), Emerson String Quartet

Quartett der Kritiker diskutiert über die Goldberg VariationenFrankfurt. Das Musikfest Goldberg-Variationen in der Alten Oper Frankfurt widmete sich am 19. September dem Bachschen Zyklus gleich doppelt. Kai Lührs-Kaiser, Ingeborg Allihn, Eleonore Büning und Martin Elste (v.l.) diskutierten über die Variationen und deren mit verschiedensten Tasteninstrumenten vorliegenden Einspielungen. Igor Levit präsentierte anschließend seine Version des Werks am modernen Konzertflügel. Foto: Achim Reissner.


ludwigsburger-schlossfestspieleLudwigsburg. Als Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“ am 29. Mai 1913 in Paris uraufgeführt wurde, geriet das Publikum außer sich. Schockwellen des musikalischen Erdbebens wurden noch rund 100 Jahre später hörbar gemacht, als sich am 11. Juli 2015 Eleonore Büning, Peter Hagmann, Hans Klaus Jungheinrich und Elisabeth Richter auf Einladung der Ludwigsburger Schlossfestspiele im Silchersaal des Forums am Schlosspark trafen und sich über Einspielungen des Werks die Köpfe heiß redeten. Anschließend musizierte das Orchester der Schloßfestspiele Strawinskys Sacre im Theatersaal (Dirigent: Pietari Inkinen).

Quartett der Kritiker auf dem Klavierfestival Ruhr2015Dortmund. Das Quartett der Kritiker ist Stammgast bei dem Klavierfestival Ruhr. Am 14. Juni 2015 rückte das Klavierwerk von Alexander Skrjabin ins Zentrum einer Diskussionsrunde im Festsaal des HCC. Auf dem Podium saßen (v.l.) Wolfram Goertz, Eleonore Büning, Wolfgang Schreiber und Max Nyffeler.Tags darauf gastierte der Pianist Joseph Moog im Konzerthaus und musizierte zusammen mit den von Steven dirigierten Bochumer Symphonikern u.a. Skrjabins Klavierkonzert fis-Moll op.20. Foto: Peter Wieler

logo-wort-musikfestspiele-potsdamPotsdam. Erstmalig zu Gast bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci war das Quartett der Kritiker am 26. Juni 2015 in der Pflanzenhalle der Orangerie. Passend zum Festivalthema „Musik und Garten“ erörterten Eleonore Büning, Wolfgang Schreiber, Wilhelm Sinkovicz und Michael Struck-Schloen Arnold Schönbergs Liederzyklus „Das Buch der hängenden Gärten“ und veranschaulichten ihre Auffassungen mit Beispielen aus verschiedenen Einspielungen. Im Anschluss an das Quartett der Kritiker hatten die Musikfestspiele zu einem Liederabend in den Raffaelsaal der Orangerie eingeladen. Schönbergs Meisterwerk wurde vom Bariton Konrad Zarnot und dem Pianisten Hartmut Höll in einen Zusammenhang mit Beethovens „An die ferne Geliebte“ und Schumanns Eichendorff-Liederkreis gestellt.

koelner-philharmonieKöln. Am 12. März moderierte Olaf Wilhelmer ein Quartett der Kritiker zu Gast im Deutschlandradio Kultur in der Kölner Philharmonie. Eleonore Büning, Max Nyffeler, Michael Stegemann und Michael Struck-Schloen diskutierten das von Nicolas Hodges und Michael Wendeberg gespielte Klavierwerk von Pierre Boulez. Deutschlandradio Kultur sendete das Quartett der Kritiker am Mittwoch, 8. April ab 20.03 Uhr und den Konzertmitschnitt tags darauf ebenfalls ab 20.03 Uhr.

thueringer-bachwochenWeimar. Zu den Thüringer Bachwochen in Weimar ging es am 4. April. Ingeborg Allihn, Sabine Fallenstein, Martin Hoffmann und Christoph Vratz fokussierten im kleinen Saal der Weimarhalle die Bachschen Goldbergvariationen, die von Jeremy Denk gespielt wurden.


musikmesse-frankfurtFrankfurt. Das Quartett der Kritiker ist im Rahmenprogramm der Frankfurter Musikmesse fest etabliert und präsentierte sich am 17. April  in der Musikbiz Lounge & Congress als Popquartett. Torsten Fuchs, Manfred Gillig-Degrave, Fritz-Werner Haver und Detlef Kinsler diskutierten zusammen mit Künstlern über wichtige und außergewöhnliche Neuproduktionen unter anderem von Bob Dylan, Robert Plant und Rebecca Ferguson.

hugo-wolf-akademieStuttgart. Das Italienische Liederbuch von Hugo Wolf war Thema in der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart am 10. Mai 2015. Robert Braunmüller, Eleonore Büning, Jürgen Kesting und Michael Struck-Schloen diskutierten zunächst Einspielungen des Werks  im Kammermusiksaal der Musikhochschule. Anschließend wurde das Italienische Liederbuch von Carolina Ullrich (Sopran), Christoph Pohl (Bariton) und dem Pianisten Marcelo Amaral in der Staatsgalerie vorgetragen. Deutschlandradio Kultur sendete den Mitschnitt der Kritikerrunde am Mittwoch, 20. Mai ab 20.03 Uhr und die Konzertaufzeichnung tags darauf ebenfalls ab 20.03 Uhr.

Quartett der Kritiker auf den Dresdner MusikfestspielenDresden. Die Dresdner Musikfestspiele hatten am 29. Mai 2015 zu einem Streitgespräch über die zweite Sinfonie von Jean Sibelius in das Coselpalais unweit der Semperoper eingeladen. Nach dem Quartett der Kritiker mit (v.l.) Manuel Brug, Eleonore Büning, Hans-Klaus Jungheinrich und Rainer Wagner gastierte die Academia di St.Cecilia unter Leitung ihres Chefdirigenten Antonio Pappano mit der Sinfonie in der Semperoper. Martin Künanz (ganz rechts) von den Dresdner Musikfestspielen begrüßte das Publikum. (Foto: Oliver Killig)

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Jahrespreis des PdSK für Igor Levit

Jahrespreis der Schallplattenkritik an Igor Levit. Foto: Peter WielerEssen. Der Pianist Igor Levit wurde am 4. Juli 2015 in der ausverkauften Philharmonie Essen mit einem Jahrespreis des PdSK (Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.) geehrt. Die Verleihung fand statt im Rahmen des Abschlusskonzertes des Klavier-Festivals Ruhr. Eleonore Büning, Vorsitzende des PdSK, gratulierte dem Künstler und überreichte ihm Urkunde und Blumen. Levit, der schon in jungen Jahren durch seine hellsichtige Musikalität und eine superbe Gestaltungskunst (wie es in der Jury-Begründung des PdSK heißt), auf sich aufmerksam gemacht hatte, wurde diese Auszeichnung vom Jahresausschuss 2014 zugesprochen insbesondere für sein Schallplatten-Debut,  eine Einspielung der letzten fünf Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Inzwischen hat er als zweite Schallplatteneinspielung  die Bach-Partiten vorgelegt, eine dritte Aufnahme (mit Variationenwerken von Bach, Beethoven und Rzewski) ist in Vorbereitung. Igor Levit bedankte sich für den Preis und den Applaus des Publikums mit einer virtuos-exotischen Zugabe, er spielte die „Phantasy on Peter Grimes“ von Ronald Stevenson.  Zuvor hatte er Griegs Klavierkonzert gespielt, begleitet vom WDR Sinfonieorchester unter Hannu Lintu. 
Ein Mitschnitt des Konzertes wird am Samstag,  11. Juli, ab 20.05 Uhr auf WDR 3 gesendet.  (Foto: Peter Wieler)

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Broschüre AUSGEZEICHNET! 2015 ist erschienen

PdSK-Broschüre Ausgezeichnet!Bonn. Die neueste Broschüre „Ausgezeichnet! 2015“ mit allen aktuellen Preisen und Bestenlisten des PdSK, samt Begründungstexten und einer Vorstellung der erweiterten Jury ist erschienen.

Eine Webversion ist als Download abrufbar.icon Ausgezeichnet! 2015




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Nachtigall und Ehrenpreise 2015

Bonn. Der Jahresausschuss vom Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hat die drei Ehrenpreisträger und den Preisträger der Nachtigall 2015 gekürt. Diese Auszeichnungen werden an Musikschaffende oder Produzenten für ihr Lebenswerk und besondere Leistungen vergeben.

Einen Ehrenpreis 2015 erhält der in der Welt der Black Music einzigartige Sänger Chris Jasper. Ein weiterer Ehrenpreis geht an den großen Dirigenten Bernard Haitink, der mit Aufnahmen der Symphonischen Dichtungen von Liszt sowie der großen Symphonien-Zyklen von Beethoven, Schumann, Brahms, Tschaikowsky, Bruckner, Vaughan Williams sowie von Mahler und Schostakowitsch Interpretations-geschichte geschrieben hat. Ein dritter Ehrenpreis ehrt den Berliner Gitarristen Coco Schumann, dessen Weg als musikbesessenes Kommunikationsgenie nach seiner Zeit als Häftling in den KZs Theresienstadt und Auschwitz bis nach Australien führte.
 
Die Nachtigall 2015 geht an den kanadischen Musikmagier Leonard Cohen. Frühere Preisträger der Nachtigall, die der Künstler Daniel Richter für den PdSK entwarf, waren die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Murray Perahia, Sven Regener, der RIAS-Kammerchor, Irène Schweizer und Christian Gerhaher.
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Jahrespreis 2014 für Tianwa Yang

tianwa-yang Jahrespreisverleihung der deutschen Schallplattenkritik 2014Weilburg. Der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hat die Geigerin Tianwa Yang (Foto rechts) für ihre Einspielung sämtlicher Werke von Pablo de Sarasate mit einem der insgesamt 12 Jahrespreise 2014 ausgezeichnet. PdSK-Juror Norbert Hornig (Foto links) überreichte die Urkunde am 31. Mai 2015 im Rahmen der Weilburger Schlosskonzerte. Tianwa Yang, der in der Preisbegründung „phantastische Virtuosität und spielerische Leichtigkeit“ attestiert wird, spielte zusammen mit dem von Christoph-Mathias Mueller geleiteten Göttinger Symphonie-Orchester das Violinkonzert von Peter Tschaikowsky. (Foto: Andreas Müller)
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Jahrespreis 2014 für Elliott Sharp

Jahrespreis 2014 für Elliot SharpBerlin. Am 7. Mai nahm der New Yorker Multi-Instrumentalist und Komponist Elliott Sharp den Jahrespreis für sein 2014 bei enja / yellowbird veröffentlichtes Album 4am Always entgegen. Elliott Sharp, gegenwärtig Fellow an der American Academy  in Berlin, wurde die Urkunde im Anschluss an einen Vortrag übergeben, in dem er unterschiedliche Strategien seines kompositorischen Schaffens, Methoden klanglicher Differenzierungen und Erweiterungen instrumentaler Klangerzeugung sowie inhaltliche Aspekte seiner aktuellen Opernprojekte "Port Bou" und "Substance" erörterte. Bert Noglik, Juror in der Kategorie "Jazz", überreichte die Urkunde und charakterisierte das Album, das Elliott Sharp mit seiner Band "Terraplane" eingespielt hat, als kühnen Brückenschlag von den emotionalen Ursubstanzen des Blues zu innovativen Klangwelten. Elliott Sharp bezeichnete in seiner Danksagung  Auszeichnungen wie den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik als Ermutigungen in seinem kreativen Schaffensprozess. (Foto: John-Thomas Eltringham)

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Preisverleihung Hörbuchproduktion „Verborgene Chronik 1914“

Preisverleihung für die Hörbuchproduktion Chronik 2014 (Foto: Marketa Schiffer)Leipzig. Ein Jahrespreis 2014 ging an die beim Münchner Hörverlag erschienene Produktion Verborgene Chronik 1914 von Lisbeth Exner und Herbert Kapfer. Die Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik ehrte damit dieses einzigartig authentische Dokument, das die Anfangszeit  des Ersten Weltkriegs auf eine besondere Weise spiegelt.
Im Rahmen des an die Buchmesse angeschlossenen Veranstaltungsprogramms Leipzig hört fand dazu am 13. März im barocken Schmuckstück der Stadt, in der Alten Handelsbörse, Leseabend und Preisverleihung statt. PdSK-Juror Wolfgang Schiffer (links außen im Bild), der den Abend moderierte sowie Urkunden und Blumen überreichte, begründete die Auszeichnung: „In der Fülle der Publikationen zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs besticht dieses als Buch wie auch als Hörbuch auf drei Teile angelegte Projekt. Insbesondere in der akustischen Fassung gelingt es - mit Auszügen aus 35 bislang nicht veröffentlichten und von ihrem Ursprung her auch nicht zur Veröffentlichung bestimmten Tagebüchern unbekannter Menschen – die 'Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts' eindringlich zu vergegenwärtigen. Ausgewählt wurden die Texte aus annähernd 200 Dokumenten, die den Weg in das Deutsche Tagebucharchiv in Emmendingen gefunden haben. Chronologisch geordnet, mit wechselnden Schauplätzen und Perspektiven, fügen sie sich zu einer literarischen Collage, (…) zu einem unzensierten Zeugnis kollektiver Erinnerung.“
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Jahrespreis an das SWR Vokalensemble Stuttgart und die Neuen Vocalsolisten Stuttgart

Stuttgart. DerPreisverleihung an an SWR Vokalensemble Stuttgart und die Neuen Vocalsolisten Stuttgart Jahresausschuss vom Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hat das Stuttgarter Vokalensemble, zusammen mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart, unter der Leitung von Marcus Creed, mit einem der insgesamt 12 Jahrespreise 2014 ausgezeichnet. Die Verleihung fand im Rahmen des Festivals Eclat am 6. Februar 2015 im Theaterhaus Stuttgart statt, im Anschluss an das Konzert des SWR Vokalensemble Stuttgart. Die Urkunde überreichte PdSK-Jurorin Susanne Benda (rechts im Bild) die auch die Laudatio für die bei Cyprès Records erschienene Aufnahme der Wölfli-Kantata von Georges Aperghis hielt: „Vom ersten Ton an, der wie ein Tropfen von der Decke fällt, erliegt man der Faszination dieser außergewöhnlichen Vokalmusik." Foto: Jörg Becker
SWR-Mitschnitt der Preisverleihung
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"Nachtigall" für Christian Gerhaher bei den Salzburger Festspielen

Nachtigallverleihung an Christian Gerhaher bei den  Salzburger FestspielenSalzburg. Der Ausnahmebariton Christian Gerhaher wurde am 5. August 2015 im Rahmen der Salzburger Festspiele mit der Nachtigall 2014 geehrt. Die Verleihung durch Eleonore Büning (Foto rechts) fand im Anschluss an einen Liederabend statt, den Gerhaher gemeinsam mit seinem Klavierpartner Gerold Huber im Haus für Mozart gab– wobei unter anderem der von Wolfgang Rihm für Gerhaher komponierte neue Liederzyklus „Harzreise“ gespielt wurde
Bei der Trophäe Nachtigall, die einmal jährlich vom Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. (PdSK) verliehen wird, handelt es sich um eine Bronzeskulptur, die der Künstler Daniel Richter speziell für den PdSK entwarf. Sie stellt einen stilisierten Vogel dar, der es auf einen "goldenen Zweig" gebracht hat.
In der Laudatio der Jury heißt es, unter anderem: „Christian Gerhaher ist nicht nur der beste Liedsänger unserer Tage; er singt mit der nämlichen pathosfreien Hingabe und superlativischen Unbedingtheit auch Oratorium, Oper und Operette, alte, wie neue Musik. Und alles, was er singt, wird lebendig und wahr“. (Foto: Salzburger Festspiele / Silvia Lelli)
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