Quartette der Kritiker 2015

Berlin, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Köln, Ludwigsburg, Potsdam, Stuttgart, Weimar und Zürich sind die Orte, an denen bisher Veranstalter 2015 zum Quartett der Kritiker eingeladen haben. PdSK-Mitglieder aus sechs klassischen Jurybereichen diskutieren über Werke von Johann Sebastian Bach bis Jean Sibelius und Hugo Wolf.

Vorschau für Herbst 2015

Dreimal im Herbst 2015 lädt der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ in Kooperation mit dem Musikfest Berlin, der Alten Oper Frankfurt und der Tonhalle Zürich zu „Quartetten der Kritiker“ ein.

mfb15Am Donnerstag, 10. September um 18 Uhr heißt es beim Musikfest Berlin in der Philharmonie „Quartett der Kritiker zu Gast im Deutschlandradio Kultur“. Vor dem Abendkonzert des Emerson String Quartets und der Sopranistin Barbara Hannigan moderiert Olaf Wilhelmer eine mit Ludolf Baucke, Susanne Benda, Eleonore Büning und Christian Wildhagen besetzte Podiumsrunde, die Alban Bergs „Lyrische Suite“ in rund einem Dutzend Einspielungen durchleuchtet.
Deutschlandradio sendet die Aufzeichnungen zu folgenden Terminen:
Mittwoch, 23. September ab 20.03 Uhr: Quartett der Kritiker zu Gast im Deutschlandradio Kultur. Donnerstag, 23. September ab 20.03 Uhr: „Luft von anderem Planeten“ - Ludwig van Beethoven: Streichquartett F-Dur op.135. Anton Webern: Drei Stücke für Streichquartett und Stimme. Alban Berg: Lyrische Suite. Arnold Schönberg: Streichquartett fis-Moll op.10. Barbara Hannigan (Sopran), Emerson String Quartet

logoDas Musikfest Goldberg-Variationen in der Alten Oper Frankfurt widmet sich am Sonnabend 19. September, dem Bachschen Zyklus gleich doppelt. Um 17.30 Uhr diskutieren Ingeborg Allihn, Eleonore Büning, Martin Elste und Kai Lührs-Kaiser im Mozart-Saal  über die Variationen und deren mit verschiedensten Tasteninstrumenten vorliegenden Einspielungen. Igor Levit präsentiert anschließend um 20 Uhr im großen Saal seine Version des Werks am modernen Konzertflügel.

tonhalle-orchester-zuerichDas Tonhalle-Orchester Zürich produziert derzeit Maurice Ravels Orchesterwerke für die Deutsche Grammophon und lädt deshalb  am Donnerstag, 12. November um 19.30 Uhr zu einem „Quartett der Kritiker“ ein. Auf dem Podium im kleinen Saal diskutieren dann Eleonore Büning, Peter Hagmann, Max Nyffeler und Christian Wildhagen.




Rückblick auf die Kritikerquartette der ersten Jahreshälfte 2015


ludwigsburger-schlossfestspieleLudwigsburg. Als Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“ am 29. Mai 1913 in Paris uraufgeführt wurde, geriet das Publikum außer sich. Schockwellen des musikalischen Erdbebens wurden noch rund 100 Jahre später hörbar gemacht, als sich am 11. Juli 2015 Eleonore Büning, Peter Hagmann, Hans Klaus Jungheinrich und Elisabeth Richter auf Einladung der Ludwigsburger Schlossfestspiele im Silchersaal des Forums am Schlosspark trafen und sich über Einspielungen des Werks die Köpfe heiß redeten. Anschließend musizierte das Orchester der Schloßfestspiele Strawinskys Sacre im Theatersaal (Dirigent: Pietari Inkinen).

klavierfestival_ruhrDortmund. Das Quartett der Kritiker ist Stammgast bei dem Klavierfestival Ruhr. Am 14. Juni 2015 rückte das Klavierwerk von Alexander Skrjabin ins Zentrum einer Diskussionsrunde im Festsaal des HCC. Auf dem Podium saßen Eleonore Büning, Wolfram Goertz, Max Nyffeler und Wolfgang Schreiber.Tags darauf um gastierte der Pianist Joseph Moog im Konzerthaus und musizierte zusammen mit den von Steven dirigierten Bochumer Symphonikern u.a. Skrjabins Klavierkonzert fis-Moll op.20.

logo-wort-musikfestspiele-potsdamPotsdam. Erstmalig zu Gast bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci war das Quartett der Kritiker am 26. Juni 2015 in der Pflanzenhalle der Orangerie. Passend zum Festivalthema „Musik und Garten“ erörterten Eleonore Büning, Wolfgang Schreiber, Wilhelm Sinkovicz und Michael Struck-Schloen Arnold Schönbergs Liederzyklus „Das Buch der hängenden Gärten“ und veranschaulichen ihre Auffassungen mit Beispielen aus verschiedenen Einspielungen. Im Anschluss an das Quartett der Kritiker hatten die Musikfestspiele zu einem Liederabend in den Raffaelsaal der Orangerie eingeladen. Schönbergs Meisterwerk wurde vom Bariton Konrad Zarnot und dem Pianisten Hartmut Höll in einen Zusammenhang mit Beethovens „An die ferne Geliebte“ und Schumanns Eichendorff-Liederkreis gestellt.

koelner-philharmonieKöln. Am 12. März moderierte Olaf Wilhelmer ein Quartett der Kritiker zu Gast im Deutschlandradio Kultur in der Kölner Philharmonie. Eleonore Büning, Max Nyffeler, Michael Stegemann und Michael Struck-Schloen diskutierten das von Nicolas Hodges und Michael Wendeberg gespielte Klavierwerk von Pierre Boulez. Deutschlandradio Kultur sendet das Quartett der Kritiker am Mittwoch, 8. April ab 20.03 Uhr und den Konzertmitschnitt tags darauf ebenfalls ab 20.03 Uhr.

thueringer-bachwochenWeimar. Zu den Thüringer Bachwochen in Weimar ging es am 4. April. Ingeborg Allihn, Sabine Fallenstein, Martin Hoffmann und Christoph Vratz fokussierten im kleinen Saal der Weimarhalle die Bachschen Goldbergvariationen, die von Jeremy Denk gespielt wurden.


Musikmesse Frankfurt Frankfurt. Das Quartett der Kritiker ist im Rahmenprogramm der Frankfurter Musikmesse fest etabliert und präsentierte sich am 17. April  in der Musikbiz Lounge & Congress als Popquartett. Torsten Fuchs, Manfred Gillig-Degrave, Fritz-Werner Haver und Detlef Kinsler diskutierten zusammen mit Künstlern über wichtige und außergewöhnliche Neuproduktionen unter anderem von Bob Dylan, Robert Plant und Rebecca Ferguson.

hugo-wolf-akademieStuttgart. Das Italienische Liederbuch von Hugo Wolf war Thema in der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart am 10. Mai 2015. Robert Braunmüller, Eleonore Büning, Jürgen Kesting und Michael Struck-Schloen diskutierten zunächst Einspielungen des Werks  im Kammermusiksaal der Musikhochschule. Anschließend wurde das Italienische Liederbuch von Carolina Ullrich (Sopran), Christoph Pohl (Bariton) und dem Pianisten Marcelo Amaral in der Staatsgalerie vorgetragen. Deutschlandradio Kultur sendete den Mitschnitt der Kritikerrunde am Mittwoch, 20. Mai ab 20.03 Uhr und die Konzertaufzeichnung tags darauf ebenfalls ab 20.03 Uhr.

dresdner_musikfestspieleDie Dresdner Musikfestspiele hatten am 29. Mai 2015 zu einem Streitgespräch über die zweite Sinfonie von Jean Sibelius in das Coselpalais unweit der Semperoper eingeladen. Nach dem Quartett der Kritiker mit Manuel Brug, Eleonore Büning, Hans-Klaus Jungheinrich und Rainer Wagner gastierte die Academia di St.Cecilia unter Leitung ihres Chefdirigenten Antonio Pappano mit der Sinfonie in der Semperoper.

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Die Bestenliste der Schallplattenkritik ist da

bestenlste-117px-transparentBonn.  Der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) präsentiert seine dritte Vierteljahresliste in 2015. 160 Juroren kürten in 32 Kategorien die besten neuen Ton- und Bildtonträger aus dem zurückliegenden Quartal. 284 Titel waren für die Longlist nominiert, 30 Titel schafften es diesmal auf die Liste. In der Kategorie Bildmedien empfehlen die Juroren die Aufzeichnung von Stefan Herheims Londoner Inszenierung von Giuseppe Verdis „Les Vêpres Siciliennes“, außerdem ein Porträt der famosen dirigierenden Sopranistin Barbara Hannigan sowie die Dokumentation Brett Morgens über das kurze Leben von Rock-Ikone Kurt Cobain. In der Popmusik setzten sich ansonsten diesmal vor allem innovative Klänge durch: Die subtilen Texturen des Sound-Tüftlers Jamie xx schafften es ebenso auf die Liste wie die Liebeslieder der Hamburger Band Tocotronic, der Rap von Kendrick Lamar, die tiefgründige Elektronik des Berliner DJs Nick Höppner und das avantgardistische Songwriting von Holly Herndon. In der Kategorie Jazz gibt es zwei Siegertitel: das Benjamin Schmid Jazz Quartet mit seiner Hommage an die Ära Django Reinhardt sowie Klarinettist Rolf Kühn mit seinem Album „Stereo“. Die Jury Grenzgänge dagegen entschied sich für eine Aufnahme des schwedischen Jazz-Bassisten Anders Jormin mit seiner Landsfrau Lena Willemark und der Japanerin Karin Nakagawa. Die Opern-Jury kürte Christophe Roussets Einspielung von Antonio Salieris „Les Danaïdes“, in der Lied-Jury machte das Debutalbum des Heldentenors Bryan Hymel das Rennen,  die Jury Orchestermusik votierte für das neue Schönberg-Album des Kölner Gürzenich-Orchesters, die Jury Konzerte für Isabelle Fausts Lesart des Schumannschen Violinkonzerts, und die Juroren der Kategorie Historische Aufnahmen freuten sich, dass Friedrich Guldas epochemachende Einspielung des Wohltemperierten Klaviers wieder greifbar ist. In den Folk- und Weltmusik-Kategorien siegten der dänische Geiger Harald Haugaard, die spanische Sängerin Marina Lledó sowie eine Dokumentation von Feldforschungsaufnahmen mit Pygmäen-Frauen aus dem Kongo. icon Bestenliste 3.2015
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Quartett der Kritiker diskutierte Strawinskis „Le Sacre du Printemps“

Quartett der Kritiker diskutiert auf Ludwigsburger SchlossfestspielenLudwigsburg. Bereits zum dritten Mal gastierte am 11. Juli 2015 das Quartett der Kritiker bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Auf dem Programm stand der Klassiker der Orchesterliteratur des 20. Jahrhunderts: Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ (Das Frühlingsopfer). Jenes Werk, bei dem es während der Uraufführung am 29. Mai 1913 im Paris Théâtre des Champs-Elysées zu Tumulten kam. Die Kritikerrunde Peter Hagmann, Elisabeth Richter, Eleonore Büning und Hans Klaus Jungheinrich (v. li. n. re.) diskutierte im Silchersaal des Forums am Schlosspark Aufnahmen, die zwischen 1950 und 2013 entstanden waren. Dabei schnitt der Komponist selbst am Pult des Columbia Symphony Orchestra mit am besten ab. In puncto rhythmischer Energie, struktureller Klarheit, Balance der Orchesterfarben lag u. a. die Einspielung auf historischen Instrumenten mit „Les Siècles“ unter François-Xavier Roth auf den oberen Rängen, während ältere Star-Dirigenten wie Herbert von Karajan und Leonard Bernstein den jüngeren wie Gustavo Dudamel klar den Rang abliefen.
Bei dem anschließenden Konzert sorgte das Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele mit dem finnischen Dirigenten Pietari Inkinen für eine sehr genaue und spannungsvolle Live-Darbietung. (Foto: Angelika Inhoffen)
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Jahrespreis des PdSK für Igor Levit

Jahrespreis der Schallplattenkritik an Igor Levit. Foto: Peter WielerEssen. Der Pianist Igor Levit wurde am 4. Juli 2015 in der ausverkauften Philharmonie Essen mit einem Jahrespreis des PdSK (Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.) geehrt. Die Verleihung fand statt im Rahmen des Abschlusskonzertes des Klavier-Festivals Ruhr. Eleonore Büning, Vorsitzende des PdSK, gratulierte dem Künstler und überreichte ihm Urkunde und Blumen. Levit, der schon in jungen Jahren durch seine hellsichtige Musikalität und eine superbe Gestaltungskunst (wie es in der Jury-Begründung des PdSK heißt), auf sich aufmerksam gemacht hatte, wurde diese Auszeichnung vom Jahresausschuss 2014 zugesprochen insbesondere für sein Schallplatten-Debut,  eine Einspielung der letzten fünf Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Inzwischen hat er als zweite Schallplatteneinspielung  die Bach-Partiten vorgelegt, eine dritte Aufnahme (mit Variationenwerken von Bach, Beethoven und Rzewski) ist in Vorbereitung. Igor Levit bedankte sich für den Preis und den Applaus des Publikums mit einer virtuos-exotischen Zugabe, er spielte die „Phantasy on Peter Grimes“ von Ronald Stevenson.  Zuvor hatte er Griegs Klavierkonzert gespielt, begleitet vom WDR Sinfonieorchester unter Hannu Lintu. 
Ein Mitschnitt des Konzertes wird am Samstag,  11. Juli, ab 20.05 Uhr auf WDR 3 gesendet.  (Foto: Peter Wieler)

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Broschüre AUSGEZEICHNET! 2015 ist erschienen

PdSK-Broschüre Ausgezeichnet!Bonn. Die neueste Broschüre „Ausgezeichnet! 2015“ mit allen aktuellen Preisen und Bestenlisten des PdSK, samt Begründungstexten und einer Vorstellung der erweiterten Jury ist erschienen.

Eine Webversion ist als Download abrufbar.icon Ausgezeichnet! 2015




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Nachtigall und Ehrenpreise 2015

Bonn. Der Jahresausschuss vom Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hat die drei Ehrenpreisträger und den Preisträger der Nachtigall 2015 gekürt. Diese Auszeichnungen werden an Musikschaffende oder Produzenten für ihr Lebenswerk und besondere Leistungen vergeben.

Einen Ehrenpreis 2015 erhält der in der Welt der Black Music einzigartige Sänger Chris Jasper. Ein weiterer Ehrenpreis geht an den großen Dirigenten Bernard Haitink, der mit Aufnahmen der Symphonischen Dichtungen von Liszt sowie der großen Symphonien-Zyklen von Beethoven, Schumann, Brahms, Tschaikowsky, Bruckner, Vaughan Williams sowie von Mahler und Schostakowitsch Interpretations-geschichte geschrieben hat. Ein dritter Ehrenpreis ehrt den Berliner Gitarristen Coco Schumann, dessen Weg als musikbesessenes Kommunikationsgenie nach seiner Zeit als Häftling in den KZs Theresienstadt und Auschwitz bis nach Australien führte.
 
Die Nachtigall 2015 geht an den kanadischen Musikmagier Leonard Cohen. Frühere Preisträger der Nachtigall, die der Künstler Daniel Richter für den PdSK entwarf, waren die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Murray Perahia, Sven Regener, der RIAS-Kammerchor, Irène Schweizer und Christian Gerhaher.
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Jahrespreis 2014 für Tianwa Yang

tianwa-yang Jahrespreisverleihung der deutschen Schallplattenkritik 2014Weilburg. Der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hat die Geigerin Tianwa Yang (Foto rechts) für ihre Einspielung sämtlicher Werke von Pablo de Sarasate mit einem der insgesamt 12 Jahrespreise 2014 ausgezeichnet. PdSK-Juror Norbert Hornig (Foto links) überreichte die Urkunde am 31. Mai 2015 im Rahmen der Weilburger Schlosskonzerte. Tianwa Yang, der in der Preisbegründung „phantastische Virtuosität und spielerische Leichtigkeit“ attestiert wird, spielte zusammen mit dem von Christoph-Mathias Mueller geleiteten Göttinger Symphonie-Orchester das Violinkonzert von Peter Tschaikowsky. (Foto: Andreas Müller)
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Jahrespreis 2014 für Elliott Sharp

Jahrespreis 2014 für Elliot SharpBerlin. Am 7. Mai nahm der New Yorker Multi-Instrumentalist und Komponist Elliott Sharp den Jahrespreis für sein 2014 bei enja / yellowbird veröffentlichtes Album 4am Always entgegen. Elliott Sharp, gegenwärtig Fellow an der American Academy  in Berlin, wurde die Urkunde im Anschluss an einen Vortrag übergeben, in dem er unterschiedliche Strategien seines kompositorischen Schaffens, Methoden klanglicher Differenzierungen und Erweiterungen instrumentaler Klangerzeugung sowie inhaltliche Aspekte seiner aktuellen Opernprojekte "Port Bou" und "Substance" erörterte. Bert Noglik, Juror in der Kategorie "Jazz", überreichte die Urkunde und charakterisierte das Album, das Elliott Sharp mit seiner Band "Terraplane" eingespielt hat, als kühnen Brückenschlag von den emotionalen Ursubstanzen des Blues zu innovativen Klangwelten. Elliott Sharp bezeichnete in seiner Danksagung  Auszeichnungen wie den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik als Ermutigungen in seinem kreativen Schaffensprozess. (Foto: John-Thomas Eltringham)

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Preisverleihung Hörbuchproduktion „Verborgene Chronik 1914“

Preisverleihung für die Hörbuchproduktion Chronik 2014 (Foto: Marketa Schiffer)Leipzig. Ein Jahrespreis 2014 ging an die beim Münchner Hörverlag erschienene Produktion Verborgene Chronik 1914 von Lisbeth Exner und Herbert Kapfer. Die Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik ehrte damit dieses einzigartig authentische Dokument, das die Anfangszeit  des Ersten Weltkriegs auf eine besondere Weise spiegelt.
Im Rahmen des an die Buchmesse angeschlossenen Veranstaltungsprogramms Leipzig hört fand dazu am 13. März im barocken Schmuckstück der Stadt, in der Alten Handelsbörse, Leseabend und Preisverleihung statt. PdSK-Juror Wolfgang Schiffer (links außen im Bild), der den Abend moderierte sowie Urkunden und Blumen überreichte, begründete die Auszeichnung: „In der Fülle der Publikationen zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs besticht dieses als Buch wie auch als Hörbuch auf drei Teile angelegte Projekt. Insbesondere in der akustischen Fassung gelingt es - mit Auszügen aus 35 bislang nicht veröffentlichten und von ihrem Ursprung her auch nicht zur Veröffentlichung bestimmten Tagebüchern unbekannter Menschen – die 'Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts' eindringlich zu vergegenwärtigen. Ausgewählt wurden die Texte aus annähernd 200 Dokumenten, die den Weg in das Deutsche Tagebucharchiv in Emmendingen gefunden haben. Chronologisch geordnet, mit wechselnden Schauplätzen und Perspektiven, fügen sie sich zu einer literarischen Collage, (…) zu einem unzensierten Zeugnis kollektiver Erinnerung.“
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Jahrespreis an das SWR Vokalensemble Stuttgart und die Neuen Vocalsolisten Stuttgart

Stuttgart. DerPreisverleihung an an SWR Vokalensemble Stuttgart und die Neuen Vocalsolisten Stuttgart Jahresausschuss vom Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hat das Stuttgarter Vokalensemble, zusammen mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart, unter der Leitung von Marcus Creed, mit einem der insgesamt 12 Jahrespreise 2014 ausgezeichnet. Die Verleihung fand im Rahmen des Festivals Eclat am 6. Februar 2015 im Theaterhaus Stuttgart statt, im Anschluss an das Konzert des SWR Vokalensemble Stuttgart. Die Urkunde überreichte PdSK-Jurorin Susanne Benda (rechts im Bild) die auch die Laudatio für die bei Cyprès Records erschienene Aufnahme der Wölfli-Kantata von Georges Aperghis hielt: „Vom ersten Ton an, der wie ein Tropfen von der Decke fällt, erliegt man der Faszination dieser außergewöhnlichen Vokalmusik." Foto: Jörg Becker
SWR-Mitschnitt der Preisverleihung
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Jahrespreis-Verleihung an "Trümmer" in Hamburg

TrümmerHamburg. Einen Tag nach offizieller Bekanntgabe der Jahrespreise 2014 konnte die Band Trümmer ihre Auszeichnung durch den Preis der deutschen Schallplattenkritik vor großem Publikum entgegennehmen. Im Rahmen der Verleihung des Hamburger Musikpreises HANS am 26. November 2014 – hier wurden Trümmer zum Hamburger Nachwuchs des Jahres gekürt – überreichte PdSK-Juror Christian Tjaben die Urkunde und gratulierte dem Trio auf der Bühne vor 500 geladenen Gästen zu ihrem „Volltreffer aus der jüngeren deutschen Rockschleuder“, wie es in der Jury-Begründung des PdSK heißt. Den Jahrespreis erhielten Tammo Kasper (Bass), Paul Pötsch (Gitarre und Gesang) und Max Fenski (Schlagzeug) für ihr selbstbetiteltes Debütalbum Trümmer. Bei der Preisverleihung von links nach rechts: Juror Christian Tjaben, Tammo Kasper, Paul Pötsch, Band-Manager Henning Mues und Max Fenski. Foto: Public Adress
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Ehrenpreis-Verleihung an Tomasz Stańko in München

ehrenpreisverleihung-stankoMünchen. Am 18. November 2014 nahm der polnische Jazztrompeter Tomasz Stańko im Night Club des Hotels Bayerischer Hof vor begeistertem Publikum einen Ehrenpreis des PdSK entgegen. Die Urkunde überreichte Bert Noglik (im Bild links), Juror in der Kategorie Jazz. Tomasz Stańko, in dessen unnachahmlichen Ton sich Melancholie, Selbstbehauptung und das Streben nach Freiheit spiegeln, zählt zu den herausragenden Jazzmusikern Europas. Mit seinem New York Quartet, das er in München in einem exzellenten Konzert präsentierte, gelingt ihm ein transkultureller Brückenschlag. ECM-Chef Manfred Eicher (rechts im Bild) würdigte mit warmherzigen Worten die Zusammenarbeit mit Tomasz Stańko und bedankte sich beim PdSK für den Ehrenpreis. Der Trompeter erhielt die Auszeichnung für sein Lebenswerk als Künstler, in dem sein zuletzt erschienenes Album „Wislawa“ (ECM) einen Höhepunkt darstellt. (Foto: Thomas J. Krebs)


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PdSK-Symposion: Was tut das Mikrofon der Stimme an?

BASF KulturBonn. Als Rahmenprogramm zum diesjährigen Benefizkonzert der BASF in Ludwigshafen veranstaltete der „Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V.“ ein Symposion zum Thema: „Was tut das Mikrofon der Stimme an? – Die Zukunft des Gesangs“. Dabei ging es um die Veränderungen, welche die Menschenstimme im Zeitalter technischer Reproduzierbarkeit erfahren hat. Referenten waren Gesangsexperten wie der Musikjournalist Jürgen Kesting (Hamburg), aber auch Experten für die Tonaufzeichnung, wie Tonmeister Andreas Neubronner vom Studio Tritonus (Stuttgart). Die Musikwissenschaftlerin Christiane Tewinkel (Berlin) berichtete über Gesangstechniken unterschiedlicher Kulturen, der Chorleiter des Berliner „Ich-kann-nicht-singen-Chors“ Michael Betzner-Brandt verteidigte seine These, dass jeder singen könne.

Das Symposion fand am 30. November im Casino des BASF-Gesellschaftshauses statt. Im Anschluss daran gab BASF-Benefiz-Preisträger Juan Diego Flórez im Gesellschaftshaus einen öffentlichen Meisterkurs mit den Nachwuchssängern Magdalena Gallo und Dempsey Rivera. Sie traten auch am Abend darauf im Benefizkonzert dieses großen Belkanto-Tenorsals Gäste auf. Auch das Symposion wurde am 1. Dezember mit einer erweiterten Panel-Diskussionsrunde fortgesetzt.

Die Ergebnisse werden 2015 als zweiter Band in der neuen PdSK-Schriftenreihe Ludwigshafener Dramaturgien im Weidle-Verlag veröffentlicht. 
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"Nachtigall" für Christian Gerhaher bei den Salzburger Festspielen

Nachtigallverleihung an Christian Gerhaher bei den  Salzburger FestspielenSalzburg. Der Ausnahmebariton Christian Gerhaher wurde am 5. August 2015 im Rahmen der Salzburger Festspiele mit der Nachtigall 2014 geehrt. Die Verleihung durch Eleonore Büning (Foto rechts) fand im Anschluss an einen Liederabend statt, den Gerhaher gemeinsam mit seinem Klavierpartner Gerold Huber im Haus für Mozart gab– wobei unter anderem der von Wolfgang Rihm für Gerhaher komponierte neue Liederzyklus „Harzreise“ gespielt wurde
Bei der Trophäe Nachtigall, die einmal jährlich vom Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. (PdSK) verliehen wird, handelt es sich um eine Bronzeskulptur, die der Künstler Daniel Richter speziell für den PdSK entwarf. Sie stellt einen stilisierten Vogel dar, der es auf einen "goldenen Zweig" gebracht hat.
In der Laudatio der Jury heißt es, unter anderem: „Christian Gerhaher ist nicht nur der beste Liedsänger unserer Tage; er singt mit der nämlichen pathosfreien Hingabe und superlativischen Unbedingtheit auch Oratorium, Oper und Operette, alte, wie neue Musik. Und alles, was er singt, wird lebendig und wahr“. (Foto: Salzburger Festspiele / Silvia Lelli)
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Jahrespreis an Art-Pop-Musikerin Julia Holter in Heidelberg

Art-Pop Künstlerin Julia HolterHeidelberg. Am 11. Juli 2014 im Kulturhaus Karlstorbahnhof gab die kalifornische Art-Pop-Künstlerin Julia Holter (Domino Records) ihr in diesem Jahr einziges Konzert in Deutschland. Bei dieser Gelegenheit nahm sie auch eine Urkunde des PdSK entgegen, die Laudatio hielt Angelika Inhoffen (rechts) für den PdSK. Julia Holter (links im Bild) war für ihr 2013 erschienenes Konzeptalbum Loud City Song vom Preis der deutschen Schallplattenkritik mit einem Jahrespreis 2013 ausgezeichnet worden. Der Sängerin, die Komposition studiert hat, gelingt mit ihrer Musik „eine hypnotisierende Mischung aus subtiler Poesie, Momenten unheimlicher Heimeligkeit, bedrängender Episoden und elegischer Balladen im Ambient-Modus“, so die Jury in ihrer Begründung für den verliehenen Jahrespreis. Das Publikum im Heidelberger Karlstorbahnhof erlebte einen sphärisch entrückten Auftritt voller raffinierter Instrumentierungen und ausgefallener Songideen. In den USA gilt die Avantgarde-Künstlerin Julia Holter längst als eine der wichtigsten Komponistinnen der Gegenwart. Nun erhält sie auch in Europa immer mehr Beachtung. (Foto: Jan Wiele)
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