Neue Bestenliste der Schallplattenkritik

bestenlste-117px-transparentBonn. Die neueste Vierteljahresliste vom Preis der deutschen Schallplattenkritik liegt vor. 145 Juroren in 29 Kategorien empfehlen die besten Tonträger, die im ersten Quartal 2013 auf den Markt gekommen sind.

28 Titel haben es diesmal auf die Liste geschafft, neben Musik-CDs aller Sparten auch eine Hörbuch-Produktion von und mit Oskar Pastior sowie eine Kinder- und Jugendaufnahme des Klassikers „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson. Allein fünf DVD-Video-Neuerscheinungen wurden ausgezeichnet, darunter ein Dokumentarfilm über die Lebensleistung des großen Dirigenten Sir Georg Solti, eine umfangreiche Edition, die den 200. Geburtstag des berühmten Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll würdigt, sowie der Ring des Nibelungen als Rezitation von Stefan Kaminski, frei nach Richard Wagner. Das Wagner-Jahr spiegelt sich auch in anderen Bestenlisten-Titeln, etwa der exzellent besetzten Aufnahme der Walküre aus dem Mariinsky-Theater in St. Petersburg sowie einem Album mit Wagner-Transkriptionen für zwei Klaviere, gespielt vom Piano-Duo Yaara Tal & Andreas Groethuysen. Die Pop/Rock-Jurys empfehlen diesmal ein mildes Alterswerk des Düster-Poeten Nick Cave, den innovativen Soul von Bilal oder den süffigen Pop von Rhye. Im Jazz haben sich die versierte deutsche Tobias Becker Bigband und eine Festival-Aufzeichnung mit und um den Avantgardisten Peter Brötzmann durchgesetzt, der Blues ist vertreten mit Gitarrist Robben Ford, der Folk mit Altmeister Richard Thompson und die Weltmusik mit der jungen portugiesischen Fado-Hoffnung Ana Moura. Außerdem unter den Besten: Esa-Pekka Salonen mit den Symphonien von Witold Lutoslawski, Isabelle Faust mit Kammermusiken von Carl Maria von Weber, geistliche Chormusik von Benjamin Britten, zwei Opern von Christoph Willibald Gluck, späte Madrigale von Carlo Gesualdo, der Filmkomponist John Williams, der Liedermacher Manfred Maurenbrecher, der kürzlich verstorbene Pianist Van Cliburn sowie eine Edition des Komponisten Michael Reudenbach. icon Bestenliste 2.2013

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Ausgezeichnet! PdSK-Broschüre 2012/2013 im Jubiläumsjahr

20130206_pddsk_bro_ausgezeichnet_12_13_web-1Die neue PdSK-Broschüre "Ausgezeichnet!" ist erschienen. Hier finden Sie, einschließlich der Begründungen der Jury:

- alle Bestenlisten-Titel 2012
- die 12 Jahrespreise 2012
- die Ehrenpreisträger 2012 und 2013
- die "Nachtigall"-Preisträger 2012 und 2013
- Kurzportraits aller 145 Juroren.

Außerdem lesen Sie einen kurzen Abriss der Geschichte des Preises der deutschen Schallplattenkritik und eine Vorschau auf unsere Aktivitäten im Jubiläumsjahr.
Die Broschüre als PDF können Sie hier gratis downloaden.icon "Ausgezeichnet!" 2012/2013

Wir schicken Ihnen aber auch gerne die Druckversion kostenlos zu. Senden Sie einfach eine E-Mail mit Angabe Ihrer Adresse an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


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Jahrespreis 2012 in Berlin für Kristian Bezuidenhout

Jahrespreis 2012 an Kristian Bezuidenhout. Foto: Markus KettnerBerlin. Der aus Südafrika stammende Pianist Kristian Bezuidenhout (rechts) bekam am 5. Mai 2013 vom Preis der deutschen Schallplattenkritik einen Jahrespreis. Er erhielt die Auszeichnung für Volume 3 seiner Gesamteinspielung von Mozarts Soloklavierwerk, laut Jury "schon jetzt ein Meilenstein in der Interpretationsgeschichte". Bezuidenhout gastierte an jenem Abend im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie mit dem Freiburger Barockorchester, auf dem Programm standen die Brandenburgischen Konzerte von Bach. In einer Pause zwischen zwei Werken nahm er die Urkunde entgegen. Links im Bild: Laudator und PdSK-Juror Dr. Kai Lührs-Kaiser. Foto: Markus Kettner


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Ehrenpreis 2013 für das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

swr_preisverl_300Freiburg. Im Konzerthaus Freiburg, am 28. April 2013, nach der Pause: Orchestervorstand Peter Bromig nimmt die Ehren-Urkunde und einen Blumenstrauß aus den Händen von PdSK-Vorsitzender Dr. Eleonore Büning entgegen. Er bedankte sich mit bewegenden Worten und erklärte, dass das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg diese Auszeichnung als Aufforderung begreife, „sich weiterhin dem Neuen zu stellen und der Synthese guter Musik aus allen Zeiten".   Videoclip der Preisverleihung


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Preisfindung einmal umgekehrt: Juror wird ausgezeichnet!

Ralf Dombrowski, Preisträger "Deutscher Jazzjournalismus"Bremen. Im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier der Musikmesse jazzahead! in Bremen wurde Ende April zum zweiten Mal der mit 5000 Euro dotierte Preis für deutschen Jazzjournalismus verliehen. Diesjähriger Preisträger ist PdSK-Juror Ralf Dombrowski. Die Fachjury, die aus dem Vorjahrespreisträger Hans-Jürgen Linke (seit 2013 ebenfalls PdSK-Juror), dem Freiburger Jazzbassisten Dieter Ilg und Spiegel-Redakteur Hans Hielscher bestand, lobte an Dombrowskis Arbeit ein seit vielen Jahren kontinuierlich hohes Niveau, das auf einem breit gefächerten Fachwissen basiere. Der Preisträger verfüge über ein weites stilistisches und formales Spektrum als Rezensent, Essayist, Buchautor, Rundfunk- und Online-Journalist. (Foto: Frank Pusch / Messe Bremen)



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Klavierfestival Ruhr mit Benjamin Britten und Francis Poulenc

klavierfestival_ruhrHerten. Am Mittwoch, 8. Mai 2013 um 20 Uhr, lud das Klavierfestival Ruhr auf Schloss Herten zu einem Quartett der Kritiker – zu Gast bei Deutschlandradio Kultur ein.  Die von Olaf Wilhelmer moderierte Podiumsrunde mit  Eleonore Büning, Wolfram Goertz, Jürgen Kesting und Wilhelm Sinkovicz erörterte Einspielungen mit Liedern von Benjamin Britten und Francis Poulenc.  Am Donnerstag, 9. Mai, und am Freitag, 10. Mai 2013, gibt es dann jeweils um 20 Uhr Liedsoireen mit der Sopranistin Geraldine McGreevy, dem Tenor Ben Johnson, dem Bariton Ivan Ludlow  und – am Klavier – Graham Johnson.


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Quartett der Kritiker diskutierte Bachs Badinerie

bachfest2013Detmold. Johann Sebastian Bachs h-Moll Suite BWV 1067 mit der berühmten Badinerie stand am 11. Mai 2013  bei dem 8. Bachfest der Neuen Bachgesellschaft e.V. in Detmold im Mittelpunkt. Olaf Wilhelmer moderierte im Brahms-Saal der Musikhochschule das Quartett der Kritiker – zu Gast in Deutschlandradio Kultur mit den PdSK-Juroren Carsten Niemann, Volker Hagedorn, Matthias Hengelbrock und Christoph Vratz. das Wer wurde im Konzerthaus von der Petite Bande (Sigiswald Kuyken) gespielt. Deutschlandradio Kultur zeichnete beide Veranstaltungen auf und sendet sie zu einem späteren Zeitpunkt.


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Schnittkes Klavierquintett in Berlin

intonations_13_qdk_02Berlin. Um Alfred Schnittke ging es beim Quartett der Kritiker am 23. April 2013. Ludolf Baucke (links am Klavier), Sabine Fallenstein, Eleonore Büning und Helge Grünewald erörterten im Jüdischen Museum Schnittkes Klavierquintett und bezogen sich dabei auf eine Auswahl der fast zwanzig Einspielungen. Im Anschluss an das im Rahmen des Festivals intonations stattfindende Quartett der Kritiker erklang das Werk als Finale des Abendkonzertes mit den Interpreten Elena Bashkirova (Klavier), Gidon Kremer und Kathrin Rabus (Violine), Daniil Grishin (Viola) und Giedre Dirvanauskaite (Violoncello).


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Jahrespreis 2012 in Frankfurt für La Morra

la_morraFrankfurt. Auf der Frankfurter Musikmesse wurde das Alte-Musik-Ensemble La Morra am 12. April 2013 mit einem Jahrespreis des Preises der deutschen Schallplattenkritik geehrt. Die Urkunde überreichte PdSK-Juror Dr. Christian Wildhagen (rechts). La Morra, vertreten durch seine zwei Leiter Michal Gondko (links) und Corina Martí (Mitte), erhielt die Auszeichnung für die CD Opera Omnia, eine Wiederentdeckung der Musik des Johannes Ciconia, der im 14. Jahrhundert in Lüttich wirkte und kompositorisch seiner Zeit weit voraus war. La Morra hoben diesen diskografischen Schatz gemeinsam mit dem Ensemble Diabolus in Musica. Corina Martí und Michal Gondko waren nicht nur eigens von Basel nach Frankfurt zur Musikmesse angereist, um dort einen PdSK-Jahrespreis für ihre hervorragende Einspielung in Empfang zu nehmen. Sie hatten auch noch ihre Instrumente mitgebracht und spielten im Rahmen der Preisverleihung am Stand der Neuen Musikzeitung (nmz), wo auch der PdSK zu Gast war, auf Cembalo und Laute aus ihrem Repertoire. Foto: Juan Martin Koch


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Jahrespreis 2012 für die Sibelius-Edition des BIS-Labels

Jahrespreisverleihung 2012 an Osmo Vänskä. Foto: Kai BienertBerlin. Der finnische Dirigent Osmo Vänskä (rechts im Bild) nahm am 6. April 2013 in der Berliner Philharmonie einen Jahrespreis des Preises der Deutschen Schallplattenkritik entgegen. Vänskä erhielt die Auszeichnung für seine maßgebliche Mitwirkung an der Sibelius-Gesamtaufnahme vom schwedischen Label BIS, der die Jury bescheinigt, "eine diskographische Glanzleistung erster Güte" zu sein. Die Verleihung fand im Rahmen eines Konzertabends statt, bei dem Vänskä das Deutsche Symphonie Orchester Berlin (DSO) dirigierte. Die Laudatio hielt PdSK-Juror Dr. Stephan Mösch (links). (Foto: Kai Bienert)


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Hundert Jahre "Watschenkonzert"

Arnold Schönberg CenterBonn. Das Quartett der Kritiker vom Preis der deutschen Schallplattenkritik hatte zur zweiten Runde im Jubiläumsjahr 2013 eingeladen: Gastgeber war diesmal das Arnold Schönberg Center in Wien, denn es galt, ein doppeltes Jubiläum zu begehen: erstens feiert dieser unabhängige Kritikerpreis heuer seinen fünfzigsten Geburtstag, zweitens jährt sich zum hundertsten Mal der Jahrestag des sogenannten Wiener Watschenkonzerts. Am 31. März 1913 dirigierte Arnold Schönberg im Großen Saal des Wiener Musikvereins u.a. eigene Werke sowie Uraufführungen seiner Schüler Alban Berg und Anton von Webern. Auch die Maeterlinck-Gesänge op. 13 von Alexander von Zemlinsky sowie Gustav Mahlers "Kindertotenlieder" standen auf dem Programm. Zu letzteren kam es allerdings nicht mehr, denn das Konzert musste nach Krawallen und handgreiflichen Ausschreitungen vorzeitig abgebrochen werden. Dieser "Showdown" zwischen Publikum und Neuer Musik ist einer der berühmtesten Skandale der Musikgeschichte. Aus diesem Anlass trafen die Juroren Dr. Eleonore Büning, Peter Cossé und Dr. Wilhelm Sinkovicz am 5. April mit dem Leiter des Schönberg Centers, Dr. Christian Meyer, zusammen, um einige der damals strittigen Werke und ihre Rezeption genauer unter die Lupe zu nehmen. Diskutiert wurde, anhand exemplarischer Plattenaufnahmen, über Schönbergs Kammersymphonie op. 9 und über Bergs Altenberg-Lieder op. 4. Die Moderation übernahm Olaf Wilhelmer von Deutschlandradio Kultur.

Im Anschluss war am historischen Ort des Geschehens, im Wiener Musikverein, eine Rekonstruktion des Skandalkonzerts zu erleben: Das RSO Wien spielte unter Leitung von Cornelius Meister, es sang Christiane Oelze.   Deutschlandradio Kultur sendet am Mittwoch, 29. Mai von 20.03 – 21.30 Uhr das Quartett der Kritiker und am Donnerstag, 30. Mai ebenfalls ab 20.03 Uhr die Aufzeichnung des Konzerts.
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"Balladenfrühling" in Heidelberg

Balladenfrühling HeidelbergBonn. Zum ersten Mal trat das Quartett der Kritiker vom Preis der deutschen Schallplattenkritik  beim Festival Heidelberger Frühling auf. Besonderer Gastgeber war der Bariton Thomas Hampson, der im Rahmen seiner  Liedakademie in diesem Jahr das Thema "Ballade" auf die Tagesordnung gesetzt hatte. Balladen gehörten zu den zentralen musikalischen Gattungen des 19. Jahrhunderts. Heute scheinen diese "Miniopern" aus der Mode gekommen zu sein, ja, selbst im Programm der ohnehin raren Liederabende spielt die Ballade nur noch eine  Nebenrolle. Dabei erfreut sich aber doch der "Erlkönig" immer noch größter Beliebtheit – und vor allem diskographisch beweisen immer wieder substanzielle Neuveröffentlichungen, dass sowohl Sänger wie Publikum die Ballade nach wie vor lieben. Gemeinsam mit Thomas Hampson diskutierten die  PdSK-Juroren Dr. Eleonore Büning (FAZ), Manuel Brug (Die Welt),  Dr. Christian Kröber (nmz) und Rainer Wagner (Hannoversche Allgemeine Zeitung) am 7. April in der Alten Aula der Universität Heidelberg über ausgewählte Balladen von Franz Schubert ("Der Zwerg"), Robert Schumann ("Belsazar") und  Carl Loewe ("Herr Oluf") und beleuchteten nebenbei auch das Seitenthema Klavierballade (Johannes Brahms, op.10 Nr.1). Dabei wurden exemplarisch historische und aktuelle Platteneinspielungen vorgeführt und miteinander verglichen.
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Quartett der Kritiker zu Gast beim Festivalfrühling Rügen

logo-festspiele-ruegenBonn. Der Festivalfrühling Rügen ist ein noch junges Festival, er fand dieses Jahr erst zum zweiten Mal  statt, in künstlerischer Verantwortung des Fauré Quartetts und unter dem Dach der Festspiele Mecklenburg Vorpommern.  Erstmalig war jetzt ein Quartett der Kritiker  vom Preis der deutschen Schallplattenkritik auf Rügen zu Gast. Zu einer Matinee trafen die Juroren Eleonore Büning, Hans-Klaus Jungheinrich, Kai Luehrs-Kaiser und Michael Struck-Schloen am 16. März 2013 im historischen Brückenhaus auf der Seebrücke von Sellin zusammen, um über die erste Symphonie c-moll von Johannes Brahms zu diskutieren, anhand exemplarischer Tonaufnahmen dieses Werkes. Der Ort war ungewöhnlich, aber sinnvoll. Bekanntlich hatte Brahms jahrzehntelang einen großen Bogen um die Gattung Symphonie gemacht, auch die Arbeit an seiner Ersten war überschattet und blockiert vom Übervater Beethoven. Erst im Sommer 1876, bei einem Aufenthalt auf Rügen, erzielte er den Durchbruch, vollendete er das Werk.  Es wurde schließlich am 16. März vom MDR Sinfonieorchester unter Leitung der Dirigentin Alondra de la Parra in der Nordperdhalle Göhren auf Rügen live aufgeführt.
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Jahrespreis in der Sparte „Jazz“ an Michael Riessler

jahrespreis an Michael Riessler. Foto: Thomas RadlwimmerMünchen. Im Prinzregententheater nahm der Komponist, Klarinettist und Ensembleleiter Michael Riessler (links) am 9. März 2013 die Urkunde für einen Jahrespreis entgegen.

Ausgezeichnet wurde seine ambitionierte CD-Produktion Big Circle. Rechts im Bild PdSK-Juror Werner Stiefele. Foto: Thomas Radlwimmer


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Podiumsgespräch über die Zukunft des Konzerts

BASFBonn. Um die Zukunft des Konzerts - Konzerte der Zukunft ging es bei einem Roundtable, zu dem der  Preis der deutschen Schallplattenkritik am 18. Februar 2013 in Ludwigshafen eingeladen hatte – zum ersten Mal in Kooperation mit dem BASF Kulturmanagement. Erstmalig setzten sich hier Musikkritiker und Konzertveranstalter gemeinsam an einen Tisch, um ein brisantes musikpolitisches Thema anzufassen, mit dem Ziel, neue Ideen zu entwickeln. Danach spielte Anne-Sophie Mutter im Großen Saal des Feierabendhauses mit der Sinfonia Varsovia unter Michael Francis in einem Benefizkonzert der BASF zugunsten der ASM-Stiftung. Auf dem Programm standen Werke von Lutoslawski, Britten, Pärt und Tschaikowski.

Podiumsdiskussion "Zukunft der Musik - Musik der Zukunft"Auf dem Foto (v.l.):  Katrin Zagrosek, Intendantin der Niedersächsischen Musiktage; Markus Hinterhäuser, Pianist und Kulturmanager, des. Intendant der Wiener Musikwochen, ehem. Konzertdirektor der Salzburger Festspiele; Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung; Peter Stieber, Präsident des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz; Sonia Simmenauer, Künstleragentur Impresariat Simmenauer; Karin Heyl, Leiterin Kultur, Sport und Sozialberatung der BASF SE; Volker Hagedorn, DIE ZEIT.

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Die erste Bestenliste 2013 ist da

bestenlste-117px-transparentBonn. Die neueste Vierteljahresliste des „Preises der deutschen Schallplattenkritik“ liegt vor. Sie präsentiert die besten Tonträger-Neuheiten aus dem letzten Quartal des Jahres 2012, ermittelt von 145 Juroren in 29 Kategorien. Und 29 Titel konnten sich diesmal auf der Bestenliste platzieren, neben Musik-Produktionen aller Sparten auch eine Hörbuch-Edition mit Rundfunk-Raritäten („Die Bibliothek der Autoren“) und ein Kinder-Hörspiel („Das fliegende Kamel“ nach Paul Maar). In der Kategorie DVD-Video wurden Paul Smacznys Filmprojekt über Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra  sowie eine Live-Produktion mit der Lucky Peterson Band ausgezeichnet. In Pop und Rock gehört diesmal Bob Dylan mit einem knorrigen Alterswerk  zu den Besten der Besten, neben, unter anderen, der New Yorker Gruppe Grizzly Bear. Im Jazz siegten der Tenorsaxophonist Grant Stewart und das Duo von Heinz Sauer und Michael Wollny,  in der Traditionellen ethnischen Musik hat sich die magische Stimme Urnas durchgesetzt. Zum wiederholten Mal siegte der Dirigent Andris Nelsons mit dem City of Birmingham Orchestra, auch der Bariton Christian Gerhaher ist mit seinem Album „Romantische Arien“  wieder dabei. Einige der ausgezeichneten Projekte widmen sich Werken abseits des Standard-Repertoires, darunter die Aufnahme des Violinkonzerts von Ermanno Wolf-Ferrari mit dem jungen Geiger Benjamin Schmid, die Erstaufnahme der Oper „Artaserse“ von Leonardo Vinci mit dem Ensemble Concerto Köln, Kammermusiken von August Klughardt, eingespielt vom Pleyel Quartett Köln sowie Motetten von Arnold Mendelssohn mit dem SWR Vokalensemble Stuttgart. Bei den historischen Aufnahmen setzte sich das Second Viennese School Project durch,  in der Kategorie Blues der ungekrönte König des Genres, B.B. King, mit einer Leistungsschau auf 10 CDs und in der Weltmusik der brasilianische Favelas-Rebell Criolo. Außerdem haben es der Rapper Kendrick Lamar, die Komponisten Yann Robin und Danny Elfman, die Liedermacherin Heike Kellermann, das Ensemble Aurora, der Pianist Yevgeny Sudbin  und der jüdische Songwriter Daniel Kahn auf die Bestenliste geschafft.icon Bestenliste 1.2013

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Irène Schweizer erhält "Nachtigall“ 2013

Bonn. Drei Ehrenpreise werden die Juroren vom "Preis der deutschen Schallplattenkritik" (PdSK) in diesem Jahr verleihen. Wie der Jahresausschuss des PdSK bekannt gab, soll eine dieser höchsten Auszeichnungen, die das Gremium jährlich zu vergeben hat, an das von Abwicklung bedrohte SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg gehen: ein Orchester mit einem "unverwechselbaren Klangbild der Transparenz, geschärft in der Auseinandersetzung mit Komponisten der Gegenwart“, wie es in der Begründung der Jury heißt. Ferner wird der Produzent Rolf W. Stoll ausgezeichnet für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Labels Wergo, das für seine exemplarischen Editionsreihen bekannt ist. Stoll habe Wergo zu einem "Leuchtturm der Musik" gemacht, heißt es in der Jurybegründung. Der dritte Ehrenpreis 2013 wird an den Schriftsteller Peter Kurzeck verliehen,  der in seinen autobiographischen Romanen einen "Kosmos kollektiver Erinnerungsarbeit" erschuf und dabei das Hörerlebnis dem des Lesens vorordnet. Darüber hinaus wurde die "Nachtigall 2013" gekürt. Sie geht in diesem Jahr an die Jazzpianistin Irène Schweizer, die in ihrer "kreativen Unruhe" schon seit einem halben Jahrhundert zu den spannendsten Figuren des europäischen Jazz gehört. Ort und Datum der Ehrungen und Preisübergaben werden zeitnah bekannt gegeben.
 

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Die Jahrespreise 2012 sind ermittelt

jahrespreis-117px-transparentBonn.  Der Jahresausschuss des Preises der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hat getagt. Bei diesem Treffen wird traditionell über die Jahrespreise entschieden, die höchste Auszeichnung des PdSK, neben der "Nachtigall“ und den drei personengebundenen Ehrenpreisen. Insgesamt waren diesmal 94 herausragende Titel aus allen Sparten und Musikgenres für einen Jahrespreis nominiert worden, 12 davon machten das Rennen. Die Bandbreite der ausgezeichneten Produktionen reicht vom Singer-Song-Writing über den Jazz bis zum Hörbuch, von sehr alter Musik bis zu sehr junger, gegenwärtiger.

Zurück in die Zukunft führt die Wiederentdeckung der weltlichen Motetten und geistlichen Messkompositionen des niederländischen Meisters Johannes Ciconia aus Lüttich, der mit seiner wortgebundenen Melodik und freien Rhythmik bereits im 14. Jahrhundert an der Schwelle zur Moderne steht, eingespielt von den Ensembles La Morra und Diabolus in Musica (Ricercar). Die Kinderkompositions-Klasse des Ensembles L’ART POUR L’ART in Winsen beweist mit ihrer Produktion "Haltbar gemacht", dass Komponieren eine ernst zu nehmende Sache und kein Kinderkram ist - auch, wenn man gerade erst zehn Jahre  alt ist (Berslton). Ein weiterer Jahrespreis geht an Frank Ocean, R&B-Musiker aus Los Angeles, der mit seinen 24 Jahren schon Kult, wenn nicht gar ein Klassiker ist. Sein Debutalbum Channel Orange enthält beste, schwarze Musik, mit Sinn für poetische Details (Def Jam/Island). Michael Riessler, Jazzlegende aus München, hat alte und neue Freunde um sich geschart, um mit dem Album Big Circle ein  verspieltes, überraschend bizarres neues Werk zu schaffen (Intuition).

Peter Rosens Dokumentarfilm Shadows in Paradise, der über das Schicksal der Exilmusiker in Hollywood berichtet, wird ebenso mit einem Jahrespreis bedacht (Euroarts), wie die von Harry Rowohlt als Hörbuch eingelesene Autobiographie von Mark Twain, die vom Autor hundert Jahre in die Schublade verbannt worden war (Random House). Die famose Geigerin Hilary Hahn und ihre Klavierpartnerin Valentina Lisitsa holen mit hoher Virtuosität  die vier Violinsonaten von Charles Ives wieder ins öffentliche Bewusstsein zurück – auch dafür gibt es einen Jahrespreis (Deutsche Grammophon). Robert von Bahr, Chef des schwedischen Labels BIS, hat seine Edition des Gesamtwerks von Jean Sibelius vollendet, eingespielt von den besten Interpreten der nordischen Länder auf 65 CDs, unter Berücksichtigung neuester Ergebnisse der Sibelius-Forschung – ein jahrespreiswürdiger Meilenstein der Editionsgeschichte (BIS Records).  Der Pianist Kristian Bezuidenhout erhält einen Jahrespreis für seine Mozart-Gesamteinspielung, die als ein „work in progress“ bereits mit dem Erscheinen des dritten Albums hörbar neue Maßstäbe setzt für die Mozart-Interpretation auf dem Hammerflügel (harmonia mundi). Der bulgarischen Sopranistin Krassimira Stoyanova wird ein Jahrespreis zuerkannt für ihr Album Slavic Opera Arias, mit dem sie auf exemplarische Weise rare Rollenporträts lebendig macht (Orfeo). Außerdem zeichnete die Jury Gotye aus für sein hinreißendes Erfolgs-Album Making Mirrors (Vertigo) sowie den amerikanischen Singer-Songwriter Bill Callahan, der mit Apocalypse in seine klassische Phase eingetreten ist (Drag City).

Die Bekanntgabe der drei Ehrenpreisträger für 2013 sowie des Gewinners der „Nachtigall“ 2013 erfolgt zu Beginn des nächsten Jahres. Dem Jahresausschuss 2012 gehörten folgende Musikkritiker an: Ludolf Baucke (Jury Neue Musik, freier Journalist, Hannoversche Allgemeine ), Eleonore Büning (Jury Kammermusik, F.A.Z.), Peter Fuhrmann (Jury Wort & Kabarett, ehemaliger WDR-Fernsehredakteur), Manfred Gillig-Degrave (Jury Independent, MusikWoche), Johann Kneihs (Jury Weltmusik, ORF/Ö1),  Carsten Niemann (Jury Alte Musik, freier Journalist, Tagesspiegel), Ulrich Olshausen (Jury Jazz, freier Journalist, F.A.Z.), Albrecht Thiemann (Jury Lied, Opernwelt) und Christian Tjaben (Jury Black Music, freier Journalist, WebRadio ByteFM). 

icon Jahrespreise 2012

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