Quartett der Kritiker

Musikkritik live

Kritiker und Künstler sind keine natürlichen Feinde, auch wenn das oft und gern karikaturenhalber behauptet wird. Ja, es gab sogar Zeiten, da spielten sie, wie Hanslick und Brahms, freundschaftlich vierhändig miteinander Klavier, und das taten auch noch Hans Heinz Stuckenschmidt und Stefan Wolpe. Aber damals wie heute ist es nötig, dass alle diejenigen, denen die Musik eine Herzensangelegenheit ist und die ihre Sachwalter sind, an einem Strang ziehen und für sie streiten – durchaus auch miteinander, kritisch und selbstkritisch.

Vieles von diesem Diskurs hat sich in Zeiten des Internets auf andere Ebenen verlagert, sucht neue Formen. In der Musikkritik hat das allfällige Geschäft der Public Relations (Homestories, Interviews, Porträts) die gute, alte,  klassische Rezension schon an den Rand gedrängt: In vielen Zeitungen, Zeitschriften und Radioshows wird heute Kritik ersetzt durch Werbung, die früher übliche Auseinandersetzung mit der Musik, mit den Werken und ihrer Interpretation findet immer weniger statt. Es gibt Musiksparten in der Popmusik, da spielt Kritik sowieso überhaupt keine Rolle, da sprechen die Charts. Echte Kompetenz ist aus diesem Grund wichtiger geworden denn je. Eine kritische Instanz wie die vierteljährlichen Bestenlisten, die der Preis der deutschen Schallplattenkritik seit mehr als dreißig Jahren kontinuierlich veröffentlicht, ist von hohem Wert.

Zur Zeit arbeiten 145 Musikkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für den „Preis“. Seit 2010 treten sie auch öffentlich auf und tragen ihren Diskurs live vor Publikum aus. Dieses Quartett der Kritiker ist eine Marke geworden, es wird eingeladen von Musikfestivals quer durch Deutschland, von der Ostseeküste bis nach Süddeutschland, und seit 2011 ist es auch regelmäßig als Quartett der Kritiker zu Gast im Deutschlandradio – eine neunzigminütige Live-Sendung, die von Olaf Wilhelmer moderiert wird.

Das Quartett der Kritiker wird, je nachdem, um welches Werk es geht, immer neu und anders zusammengesetzt. Jeweils vier Fach-Juroren nehmen ein Musikstück unter die Lupe -  zum Beispiel eine Oper, eine Symphonie oder eine Sonate, die gerade im Fokus des jeweiligen Festivalprogramms steht. Es werden ausgewählte Schallplatten-Interpretationen des Werkes auf den Prüfstand gestellt und in Ausschnitten vorgeführt. Anschließend wird das Werk  live auf dem Festival dargeboten.

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Quartett der Kritiker im Rückblick 2015

Berlin, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Köln, Ludwigsburg, Potsdam, Stuttgart, Weimar und Zürich sind die Orte, an denen bisher Veranstalter 2015 zum Quartett der Kritiker eingeladen haben. PdSK-Mitglieder aus sechs klassischen Jurybereichen diskutierten über Werke von Johann Sebastian Bach bis Jean Sibelius und Hugo Wolf.

Jahresrückblick auf die Kritikerquartette 2015


Quartett der Kritiker. Tonhalle Orchester Zürich. Foto: Michaela Braun / Tonhalle-Gesellschaft ZürichZürich. Erstmalig gastierte ein Quartett der Kritiker in der Schweiz. Eleonore Büning, Peter Hagmann, Max Nyffeler und Christian Wildhagen diskutierten in der Tonhalle Zürich  am 12. November über Einspielungen von Werken Maurice
Ravels. Foto: Michaela Braun / Tonhalle-Gesellschaft Zürich





mfb15Berlin. Am 10. September hieß es beim Musikfest Berlin in der Philharmonie „Quartett der Kritiker zu Gast im Deutschlandradio Kultur“. Vor dem Abendkonzert des Emerson String Quartets und der Sopranistin Barbara Hannigan moderierte Olaf Wilhelmer eine mit Ludolf Baucke, Susanne Benda, Eleonore Büning und Christian Wildhagen besetzte Podiumsrunde, die Alban Bergs „Lyrische Suite“ in rund einem Dutzend Einspielungen durchleuchtete.

Deutschlandradio sendete die Aufzeichnungen zu folgenden Terminen:
23. September ab 20.03 Uhr: Quartett der Kritiker zu Gast im Deutschlandradio Kultur. 24. September ab 20.03 Uhr: „Luft von anderem Planeten“ - Ludwig van Beethoven: Streichquartett F-Dur op.135. Anton Webern: Drei Stücke für Streichquartett und Stimme. Alban Berg: Lyrische Suite. Arnold Schönberg: Streichquartett fis-Moll op.10. Barbara Hannigan (Sopran), Emerson String Quartet

Quartett der Kritiker diskutiert über die Goldberg VariationenFrankfurt. Das Musikfest Goldberg-Variationen in der Alten Oper Frankfurt widmete sich am 19. September dem Bachschen Zyklus gleich doppelt. Kai Lührs-Kaiser, Ingeborg Allihn, Eleonore Büning und Martin Elste (v.l.) diskutierten über die Variationen und deren mit verschiedensten Tasteninstrumenten vorliegenden Einspielungen. Igor Levit präsentierte anschließend seine Version des Werks am modernen Konzertflügel. Foto: Achim Reissner.


ludwigsburger-schlossfestspieleLudwigsburg. Als Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“ am 29. Mai 1913 in Paris uraufgeführt wurde, geriet das Publikum außer sich. Schockwellen des musikalischen Erdbebens wurden noch rund 100 Jahre später hörbar gemacht, als sich am 11. Juli 2015 Eleonore Büning, Peter Hagmann, Hans Klaus Jungheinrich und Elisabeth Richter auf Einladung der Ludwigsburger Schlossfestspiele im Silchersaal des Forums am Schlosspark trafen und sich über Einspielungen des Werks die Köpfe heiß redeten. Anschließend musizierte das Orchester der Schloßfestspiele Strawinskys Sacre im Theatersaal (Dirigent: Pietari Inkinen).

Quartett der Kritiker auf dem Klavierfestival Ruhr2015Dortmund. Das Quartett der Kritiker ist Stammgast bei dem Klavierfestival Ruhr. Am 14. Juni 2015 rückte das Klavierwerk von Alexander Skrjabin ins Zentrum einer Diskussionsrunde im Festsaal des HCC. Auf dem Podium saßen (v.l.) Wolfram Goertz, Eleonore Büning, Wolfgang Schreiber und Max Nyffeler.Tags darauf gastierte der Pianist Joseph Moog im Konzerthaus und musizierte zusammen mit den von Steven dirigierten Bochumer Symphonikern u.a. Skrjabins Klavierkonzert fis-Moll op.20. Foto: Peter Wieler

logo-wort-musikfestspiele-potsdamPotsdam. Erstmalig zu Gast bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci war das Quartett der Kritiker am 26. Juni 2015 in der Pflanzenhalle der Orangerie. Passend zum Festivalthema „Musik und Garten“ erörterten Eleonore Büning, Wolfgang Schreiber, Wilhelm Sinkovicz und Michael Struck-Schloen Arnold Schönbergs Liederzyklus „Das Buch der hängenden Gärten“ und veranschaulichten ihre Auffassungen mit Beispielen aus verschiedenen Einspielungen. Im Anschluss an das Quartett der Kritiker hatten die Musikfestspiele zu einem Liederabend in den Raffaelsaal der Orangerie eingeladen. Schönbergs Meisterwerk wurde vom Bariton Konrad Zarnot und dem Pianisten Hartmut Höll in einen Zusammenhang mit Beethovens „An die ferne Geliebte“ und Schumanns Eichendorff-Liederkreis gestellt.

koelner-philharmonieKöln. Am 12. März moderierte Olaf Wilhelmer ein Quartett der Kritiker zu Gast im Deutschlandradio Kultur in der Kölner Philharmonie. Eleonore Büning, Max Nyffeler, Michael Stegemann und Michael Struck-Schloen diskutierten das von Nicolas Hodges und Michael Wendeberg gespielte Klavierwerk von Pierre Boulez. Deutschlandradio Kultur sendete das Quartett der Kritiker am Mittwoch, 8. April ab 20.03 Uhr und den Konzertmitschnitt tags darauf ebenfalls ab 20.03 Uhr.

thueringer-bachwochenWeimar. Zu den Thüringer Bachwochen in Weimar ging es am 4. April. Ingeborg Allihn, Sabine Fallenstein, Martin Hoffmann und Christoph Vratz fokussierten im kleinen Saal der Weimarhalle die Bachschen Goldbergvariationen, die von Jeremy Denk gespielt wurden.


musikmesse-frankfurtFrankfurt. Das Quartett der Kritiker ist im Rahmenprogramm der Frankfurter Musikmesse fest etabliert und präsentierte sich am 17. April  in der Musikbiz Lounge & Congress als Popquartett. Torsten Fuchs, Manfred Gillig-Degrave, Fritz-Werner Haver und Detlef Kinsler diskutierten zusammen mit Künstlern über wichtige und außergewöhnliche Neuproduktionen unter anderem von Bob Dylan, Robert Plant und Rebecca Ferguson.

hugo-wolf-akademieStuttgart. Das Italienische Liederbuch von Hugo Wolf war Thema in der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart am 10. Mai 2015. Robert Braunmüller, Eleonore Büning, Jürgen Kesting und Michael Struck-Schloen diskutierten zunächst Einspielungen des Werks  im Kammermusiksaal der Musikhochschule. Anschließend wurde das Italienische Liederbuch von Carolina Ullrich (Sopran), Christoph Pohl (Bariton) und dem Pianisten Marcelo Amaral in der Staatsgalerie vorgetragen. Deutschlandradio Kultur sendete den Mitschnitt der Kritikerrunde am Mittwoch, 20. Mai ab 20.03 Uhr und die Konzertaufzeichnung tags darauf ebenfalls ab 20.03 Uhr.

Quartett der Kritiker auf den Dresdner MusikfestspielenDresden. Die Dresdner Musikfestspiele hatten am 29. Mai 2015 zu einem Streitgespräch über die zweite Sinfonie von Jean Sibelius in das Coselpalais unweit der Semperoper eingeladen. Nach dem Quartett der Kritiker mit (v.l.) Manuel Brug, Eleonore Büning, Hans-Klaus Jungheinrich und Rainer Wagner gastierte die Academia di St.Cecilia unter Leitung ihres Chefdirigenten Antonio Pappano mit der Sinfonie in der Semperoper. Martin Künanz (ganz rechts) von den Dresdner Musikfestspielen begrüßte das Publikum. (Foto: Oliver Killig)

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Quartett der Kritiker im Rückblick 2014

Bonn.  Berlin, Braunschweig, Essen, Frankfurt am Main, Heidelberg, Köln, Leipzig, Mainz, Rolandseck und Stuttgart sind die Orte, an denen 2014 insgesamt zwölf Quartette der Kritiker veranstaltet wurden. Drei Podiumsrunden fokussierten nicht-klassische Themen. Behandelt wurde etwa das Thema „Waldeck und die Folgen“ (Foto). Die anderen Quartette der Kritiker beleuchteten Einspielungen klassischer Werke. Dabei gerieten außer oratorischen Werken von J.S. Bach (h-Moll Messe und Weihnachtsoratorium) und C.P.E. Bach (Magnificat) sowie dem Tripelkonzert und den späten Klaviersonaten von Beethoven vielfältige Kammermusik ins Visier. Erörtert wurden außer Edvard Elgars Klavierquartett Streichquartette von Maurice Ravel und Beethoven (op.131) sowie die Horntrios von Johannes Brahms und György Ligeti.

21. Dezember 2014


sdg-logo-pos„Soli Deo Gloria“ Braunschweig. Am vierten Advent trat zum letzten Mal in diesem Jahr ein Quartett der Kritiker zusammen. Auf dem Prüfstand: die wichtigsten und besten Aufnahmen des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach. Gastgeber war das Festival SOLI DEO GLORIA, wiederum schnitt DeutschlandRadio Kultur mit, Olaf Wilhelmer moderierte. Teilnehmer der Runde waren die Juroren Ingeborg Allihn, Eleonore Büning, Albrecht Thiemann und Rainer Wagner. Ort: Braunschweig, Jakob-Kemenate (Am Eiermarkt 1A).  Anschließend musizierten Ton Koopman sowie das Amsterdam Baroque Orchestra & Choir die ersten vier Kantaten des Weihnachtsoratoriums  in der Braunschweiger St. Martinikirche.

DeutschlandRadio Kultur sendete die Aufzeichnung des Kritikerquartetts am Heiligabend und den Konzertmitschnitt am 25. Dezember 2014.

20. September 2014


Quartett der Kritiker im Mainzer Unterhaus (Foto: Ingo Nordhofen)Mainz. Bereits zum zweiten Mal gastierte das Quartett der Kritiker 2014 im Mainzer Unterhaus. Vor dem „Liederfest der Liederbestenliste“ am 20. September trafen im Foyer des Mainzer Unterhauses die Juroren (Foto v.r.n.l.) Mike Kamp, Michael Kleff und Tom Schroeder zusammen mit ihrem Gast, dem Journalisten und AG Song-Initiator Stefan Rögner, um über das Thema  „Waldeck und die Folgen“ zu diskutieren. Der immer noch lebendige Einfluss der legendären Waldeck-Festivals der  Sechziger Jahre auf die heutige Folk- und Liedermacher-Szene ist ungebrochen. Einige der damaligen Akteure wie Hannes Wader oder Reinhard Mey sind noch heute im Geschäft. Gewarnt wurde vor einer Abschiebung jener Treffen ins Museale. Immerhin existiert das Waldeck-Festival nach wie vor, zu Pfingsten 2014 feierte es fünfzigjähriges Bestehen, und es hat mit „Freakquenz“ überdies ein sehr modernes Kind bekommen. Etwa fünfzig Zuhörer verfolgten die Diskussion mit großem Interesse. (Foto: Ingo Nordhofen)

21. September 2014


logoMusikfest Alte Oper Frankfurt
Zum ersten Mal gastierte das „Quartett der Kritiker“ am  21. September, in der Alten Oper Frankfurt. Zum Auftakt des Frankfurter Festivals Aufbrüche in der Musik war fast die komplette Kammermusikjury des PdSK angetreten: Eleonore Büning, Volker Hagedorn, Peter Hagmann und Thomas Rübenacker diskutieren im Albert Mangelsdorff  Foyer über diverse Interpretationen von Ludwig van Beethovens Streichquartett cis-Moll, op.131. Anschließend war das Hagen-Quartett unter anderem mit op.131 im Mozartsaal der Alten Oper zu erleben.

6. September 2014


musikfest_berlinMusikfest Berlin
. Am Sonnabend, den 6. September war das Quartett der Kritiker erneut zu Gast beim Musikfest Berlin.  Thema der Talkrunde im Foyer des Kammermusiksaals der Berliner Philharmonie: Die Horn-Trios von Johannes Brahms und György Ligeti.  Erneut – bereits zum dritten Mal – wurde die Diskussion von DeutschlandRadio Kultur mitgeschnitten und gesendet. Olaf Wilhelmer moderierte, es stritten die Juroren Eleonore Büning, Volker Hagedorn, Hartmut Lück und Michael Struck-Schloen. Anschließend wurden die Werke live aufgeführt von der Geigerin Isabelle Faust, dem Hornisten Teunisvan der Zwart und dem Pianisten Alexander Melnikov.

Deutschlandradio Kultur sendete den Mitschnitt der Kritikerrunde am 10. September und das Konzert am 11. September 2014

7. September 2014


2014091_musikfest_hauptmotivMusikfest Stuttgart.
Das Magnificat von Carl Philipp Emanuel Bach stand am 7. September zur Diskussion im Kursaal von Bad Cannstatt. Zu dieser Runde hatte erneut das Musikfest Stuttgart eingeladen.

Zum Quartett der Kritiker formierten sich diesmal die Juroren Ingeborg Allihn, Carsten Niemann, Martin Mezger und Uwe Schweikert.

Das anschließende Konzert wurde von der Musikfest-Akademie gestaltet.


22. August 2014


c/o pop Convention Köln 2014c/o pop Convention Köln. "Let's talk about Pop": Der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) hatte gemeinsam mit der Zeitschrift MusikWoche im Rahmen der c/o pop Convention wieder zu einem Quartett der Kritiker in Köln eingeladen. Am 22. August setzen sich im Riphahn-Saal des Kölnischen Kunstvereins die PdSK-Juroren Manfred Gillig-Degrave (Chefredakteur MusikWoche) und Mike Kamp (PdSK-Vorstand, "Folker") mit den Kollegen Daniel Koch (Chefredakteur "Intro") und Sebastian Zabel (Chefredakteur "Rolling Stone") zusammen, um zu viert über die neuesten Produktionen der Pop-Musik zu diskutieren. Zum Quintett erweitert wurde die Runde durch den Künstler und Songwriter Maxim, der die Kriterien der Kritiker einem Reality-Check unterzog.

8. Juli 2014


arpmuseum  Am 8. Juli 2014 war das Quartett der Kritiker zum ersten Mal zu Gast  beim Kammermusikfest im Bahnhof Rolandseck. Die Runde setzte sich zusammen aus Eleonore Büning, Ludolf Baucke, Max Nyffeler und Christoph Vratz. Die Musikkritiker verglichen diverse Aufnahmen des Streichquartetts von Maurice Ravel, das am gleichen Abend im Festsaal live aufgeführt wurde von Guy Braunstein, Rosanne Philippens, Julia Deyenka und Zvi Plesser.

22. Juni 2014


logo_bachfest_leipzigAm 22. Juni 2014 folgte das Quartett der Kritiker  einer Einladung des Leipziger Bachfestes. Es ging in der Diskussion im  Sommersaal des Bach-Museums um die h-Moll-Messe BWV 232 von Johann Sebastian Bach, die am Abend in der Thomaskirche vom Amsterdam Orchestra & Choir unter Leitung von Ton Koopman live aufgeführt wurde. Auf dem Podium diskutierten Martin Elste, Sabine Fallenstein, Matthias Hengelbrock und Wolfgang Schreiber.


1. Juni 2014


klavierfestival_ruhrAm 1. Juni 2014 war das Quartett der Kritiker erneut zu erleben beim Klavier-Festival Ruhr. Es ging diesmal um die drei letzten Klaviersonaten op. 109, 110, 111 von Ludwig van Beethoven, die in diesem Jahr im Fokus des Festivals standen und in dessen Verlauf von so unterschiedlichen Pianisten interpretiert werden wie Krystian Zimerman, Igor Levit und András Schiff. Zum Auftakt begutachteten und verglichen die Juroren Kalle Burmester, Eleonore Büning, Wolfram Goertz und Wolfgang Schreiber alte und neue Aufnahmen dieser großen Rätselwerke.

6. April und 9. Mai 2014

 
hdf_pressequadrat2014Den Auftakt hatten im März die Pop-Musik-Juroren mit einem Kritiker-Quartett über neue Platten von Bruce Springsteen, Beyoncé u.a. auf der Frankfurter Musikmesse gemacht. Gleich zweimal hieß es dann im April und Mai mit dem Moderator Olaf Wilhelmer Das Quartett der Kritiker zu Gast im DeutschlandRadio Kultur.
So diskutierten am 6. April Ludolf Baucke, Eleonore Büning, Norbert Hornig und Kai Luehrs-Kaiser beim Heidelberger Frühling über Einspielungen des Beethovenschen Tripelkonzertes, während am 9. Mai Michael Gassmann, Kai-Luehrs-Kaiser, Martin Elste und Christian Wildhagen im Jüdischen Museum Berlin Aufnahmen des Klavierquintetts von Edward Elgar erörterten.

Wer live dabei war, konnte die Werke anschließend im Konzert mit dem Irish Chamber Orchestra erleben. Im Zentrum der von Jörg Widmann dirigierten Aufzeichnung stand Ludwig  van Beethovens Tripelkonzert C-Dur op.56 mit den Solisten Igor Levit (Klavier), Ning Feng (Violine) und Alexey Stadler (Violoncello).

Das DeutschlandRadio Kultur zeichnete die Kritikerquartette und Konzerte auf und strahlte sie zeitversetzt aus.
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Das "Quartett der Kritiker" im Jubiläumsjahr 2013

Am 16. März 2013 ging es los mit der ersten Symphonie von Johannes Brahms, zum kritischen Quartett beim Festivalfrühling Rügen hatten sich die Juroren Eleonore Büning, Hans-Klaus Jungheinrich, Kai Luehrs-Kaiser und Michael Struck-Schloen zusammengesetzt. Das nächste Kritikerquartett fand als Teil der Liederwerkstatt von Thomas Hampson am 7. April beim Heidelberger Frühling, hier ging es um Balladen von Schumann und Schubert. Am 23. April wurde beim Berliner Festival Intonations im Jüdischen Museum das Klavierquintett von Alfred Schnittke analysiert, und am 8. Mai ging es auf Schloss Herten beim Klavierfestival Ruhr um Lieder von Benjamin Britten.  Die h-moll-Suite von Johann Sebastian Bach stand im Mittelpunkt des Kritikerquartetts am 11. Mai  in Detmold beim Bachfest der Neuen Bachgesellschaft, es diskutieren die Juroren Michael Gassmann, Volker Hagedorn, Matthias Hengelbrock und Christoph Vratz.

Am 13. Juli  bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen fand sich eine Kritikerrunde zusammen, die das zweite Klavierkonzert von Franz Liszt untersuchte, dagegen ging es um das g-moll-Quartett von Claude Debussy beim Quartett der Kritiker am 29. Juli  in Hitzacker  zu den Sommerlichen Musiktagen. Auch zum Stuttgarter Musikfest wurde wieder ein Kritikerquartett eingeladen, hier diskutierten am 25. August die Juroren Martin Elste, Evá Pinter, Uwe Schweikert und Peter Stieber um Händels Oratorium „Israel in Egypt“, mit.  Weitere Kritikerquartette: Am 31. Juli bei den Salzburger Festspielen (zu Aufnahmen mit Werken des britischen Komponisten Sir Harrison Birtwistle), am 6. September beim Berliner Musikfest (zu Konzerten für Orchester von Béla  Bartók und Witold Lutoslawsk) und am 27. September beim Beethovenfest in Bonn (zu „Fidelio“-Einspielungen). Auch fand erstmalig ein Kritikerquartett im Mainzer Unterhaus statt, aus Anlass des Liederfestes der Liederbestenliste.

Chronik der Kritikerquartette ab 2010
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