Bestenlisten

Mit einem Platz auf der Bestenliste werden vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate ausgezeichnet. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität.

Die Longlists sind ab 2014 direkt bei jeder Bestenliste hinterlegt.

Bestenlisten

Kammermusik

Wolfgang Amadeus Mozart: Dissonances

Streichquartette KV 421, 465, Divertimento KV 138. Quatuor Ebène. CD Virgin 070922 2 (EMI)

Konturscharf analysierte Ereignisse werden hier so sensibel, leuchtend und plastisch miteinander verbunden, dass in der Konstruktion zugleich der kreative, organische »Flow« des Komponisten wie etwas gerade erst in die Welt Geratenes zu erleben ist – womit das Quatuor Ebène nicht nur für sich eine neue Dimension der Mozartinterpretation erschlossen hat. Für die Jury: Volker Hagedorn

Tasteninstrumente

Mitsuko Uchida – Schumann

Robert Schumann: Fantasie op. 17, Davidsbündlertänze. Mitsuko Uchida (Klavier). CD Decca 478 2936 (Universal)

Zwei Seelen in einer Brust: In Schumanns »Davidsbündlertänzen« lässt Mitsuko Uchida den stürmischen Florestan wie den zurückhaltenden Eusebius charaktervoll zu Worte kommen. Und die Liszt zugeeignete Fantasie spielt sie mit genau jenem flexiblen Impetus, der dem »durchaus phantastisch und leidenschaftlich vorzutragenden« ersten Satz genauso gerecht wird wie dem kantabel-klangschönen Finale Für die Jury: Gregor Willmes

Tasteninstrumente

Ludwig van Beethoven: Complete Works for Solo Piano, Vol. 10

Bagatellen. Ronald Brautigam. SACD BIS Records 1882 (Klassik Center Kassel)

Beethoven konnte hier seinem Humor, seinen spontanen Geistesblitzen, »freien Lauf« lassen, und genau diesen Grundzug des sensiblen bis sarkastischen Experiments arbeitet Brautigam mit kongenialem Gespür für die Farbenpracht, die weite Anschlagspalette und das erstaunliche Klangpotenzial der beiden Fortepiani von 1805 und 1820 spannungsreich und energisch heraus, so dass sein »historischer« Beethoven moderner, subversiver, und zugleich empfindsamer klingt als bei den meisten Steinway-Pianisten. Für die Jury: Attila Csampai

Oper

Richard Wagner: Der Ring des Nibelungen

Inszenierung des Theaters Lübeck, Anthony Pilavachi (Inszenierung), Roman Brogli-Sacher (Leitung). 7 DVD Musicaphon M56929 (Klassik Center Kassel)

Regisseur Anthony Pilavachi zeigt Wagners »Ring«, inspiriert durch Thomas Manns »Buddenbrooks«, suggestiv zwischen »Zauberberg«-Sanatorium, Bayreuth und Pappmaché-Walhalla als anspielungsreiche Untergangs-Saga einer heroischen Familie von Scheiternden. Roman Brogli-Sacher dirigiert sie fulminant. Ein junges Sängerensemble mit der herausragenden Brünnhilde von Rebecca Teem lässt aufhorchen. Für die Jury: Dieter David Scholz

Oper

André Campra: Le Carnaval de Venise

Opéra-ballet. Salomé Haller, Marina de Liso, Andrew Foster-Williams, Alain Buet u.a., Choeur et Orchestre du Concert spirituel, Hervé Niquet. CD Glossa GCD 921622 (Note 1)

Ein veritabler Coup de Théâtre: In sein Opéra-Ballet hat André Campra ein italienisches Intermezzo eingebaut, »Orpheus in der Unterwelt«. Hervé Niquet bietet eine inspirierte Interpretation mit einer adäquaten Sängerbesetzung. Für die Jury: Roland Wächter

Chor und Vokalensemble

György Ligeti: Requiem

& Apparitions, San Francisco Polyphony. WDR Sinfonieorchester und Rundfunkchor, SWR Vokalensemble, WDR Sinfonieorchester, Péter Eötvös. CD/ Audio-DVD, BMC CD 166 (Codaex)

Statt im Nebel der vertrackten Strukturen zu stochern, werfen die Interpreten ein klares Licht auf Ligetis Mikropolyphonie. So entfalten sie mit einer gleichsam dreidimensionalen Tiefenschärfe auch die gestische Expressivität der Werke, ohne die charakteristische Spannung von Statik und Kinetik auf traditionelle Ausdrucksklischees zu trimmen. Für die Jury: Martin Mezger

Chor und Vokalensemble

Ludus verbalis

Werke von Claude Debussy, Maurice Ohana, Francis Poulenc, Jaakko Mäntyjärvi, Ralph Vaughan Williams, Einojuhani Rautavaara u.a. Ensemble Vocal Aedes, Mathieu Romano. CD Eloquentia EL 1128 (Harmonia Mundi)

Ein geistreich und kontrastvoll zusammengestelltes Programm aus Werken der »klassischen Moderne« und der neuen Chormusik des 20. und 21. Jahrhunderts in perfekter vokaler Darbietung. Für die Jury: Éva Pintér

Klassisches Lied und Vokalrecital

Krassimira Stoyanova: Slavic Opera Arias

Münchner Rundfunkorchester, Pavel Baleff. CD Orfeo C830111A

Dass einer bulgarischen Sopranistin das slawische Opernrepertoire liegt, wird nicht weiter überraschen. Doch wie Krassimira Stoyanova in die Gefühlstiefen von Tschaikowskys Tatjana, Dvoráks Rusalka, Smetanas Marenka und anderen tragischen Frauenfiguren eintaucht, wie sie deren Sehnsüchte und Enttäuschungen, Glück und Trauer mit vokalen Gestaltungsmitteln trifft – das ist schlicht atemberaubend. Lebenstrunkene Charakterbilder – bis in die feinste Nuance ausgehorcht, technisch makellos vorgetragen. Ein Ereignis, ganz ohne Glamour. Für die Jury: Albrecht Thiemann

Alte Musik

Tomás Luis de Victoria: Sacred Works

Ensemble Plus Ultra, Michael Noone. 10 CD Archiv Produktion 477 9747 (Universal)

Umfangreicher als auf diesen zehn CDs, die aus Anlass von Victorias 400. Todestag erscheinen, wurde das Werk des Vollenders der Renaissancepolyphonie noch nie präsentiert. Das englische Ensemble Plus Ultra unter der Leitung von Michael Noone trifft mit seiner engagierten, lebendigen Darstellung genau jene Mischung aus spiritueller Inbrunst und liturgischer Klarheit, die diese Musik zeitlos macht. Für die Jury: Uwe Schweikert

Alte Musik

Georg Philipp Telemann: Complete Orchestral Suites Vol. 4

Pratum Integrum Orchestra. 2 CD Caro Mitis CM 0022010-2 (Klassik Center Kassel)

Wer glaubt, dass nichts Langweiligeres gäbe, als alle erhaltenen 126 Orchestersuiten des bekennenden Vielschreibers Telemann einzuspielen, wird von Pratum Integrum aus Russland eines Besseren belehrt. Bei so viel Spaß und Differenzierungskunst bedauert man sogar, dass über 800 weitere Suiten verloren gingen. Für die Jury: Carsten Niemann

Zeitgenössische Musik

Luigi Nono: Risonanze erranti, Post-prae-ludium per Donau

Susanne Otto (Alt), Roberto Fabbriciani (Flöte) Klaus Burger (Tuba), Les Percussions de Strasbourg, Experimentalstudio des SWR, Detlef Heusinger. CD NEOS 11119 (Codaex)

Lange Passagen der Stille, plötzliche Ausbrüche, im Raum wandernde Resonanzen: Luigi Nonos »Risonanze erranti« erkunden Grenzbereiche des Hörens. Für die Jury: Thomas Meyer

Zeitgenössische Musik

Michael Gordon: Timber

Slagwerk Den Haag. CD Cantaloupe CA21072 (Naxos)

Auf sechs obertonreichen Holzschlaginstrumenten nur entfalten der New Yorker Komponist Michael Gordon und das Slagwerk Den Haag aus feinen Rhythmen weite Klangwellen. Für die Jury: Thomas Meyer

Historische Aufnahmen

Ludwig van Beethoven: Fidelio, Aufnahme in Dresden 1948

Christel Goltz, Bernd Aldenhoff, Josef Herrmann, Gottlob Frick, Elfride Trötschel, Erich Zimmermann, Werner Faulhaber, Staatskapelle Dresden, Joseph Keilberth. CD (+ DVD) Profil PH10033 (Naxos)

Im vom Krieg gezeichneten Dresden bietet Joseph Keilberth eine bezwingende »Fideleo«-Interpretation. Das üppige Booklet (+ DVD), ruft ein dunkles Kapitel Geschichte auf bewegende Weise wach. Für die Jury: Christoph Zimmermann

Grenzgänge

Navidad de los Andes

Dino Saluzzi, Anja Lechner, Felix Saluzzi. CD ECM 2204 (Universal)

Mit dem argentinischen Brüder-Duo Saluzzi (Klarinette, Bandoneon), dessen Anfänge in die 50er Jahre zurückreichen, grundiert die Cellistin Anja Lechner die Skizzen einer Andensinfonie: ein Gespinst aus meditativen Tangos, melancholischen Volkslied-Variationen und nostalgischen Kaffeehausklängen. Für die Jury: Nikolaus Gatter

Musikfilm

Sounds and Silence

Unterwegs mit Manfred Eicher. Film von Peter Guyer und Norbert Wiedmer. DVD Arsenal/ ECM 5050 (Universal)

Manfred Eicher unterwegs für sein fabelhaft eigenwilliges ECM-Label: Tallin, Athen, New York, Karthago, Kopenhagen, Salta – Stationen für Musikaufnahmen mit Arvo Pärt, Eleni Karaindrou, Anouar Brahem, Jan Garbarek, Kim Kashkashian, allesamt Freunde, die er fördert und (leise) fordert auf der Suche nach dem idealen, leuchtenden Klang. Die Filmemacher Peter Guyer und Norbert Wiedmer begleiten Eicher unaufdringlich, aber höchst kreativ mit wunderbarer Kamera und kluger Tondramaturgie. Für die Jury: Lothar Prox

Musikfilm

Brötzmann

Filmdokumentation über den Jazz Musiker Peter Brötzmann von René Jeuckens, Thomas Mau und Grischa Windus. DVD Siegersbusch 001 (Indigo)

Einfühlsames Portrait des (Free-)Saxofonisten Peter Brötzmann. Musikbeispiele sowie Interview-Ausschnitte mit Brötzmann und Wegbegleitern ergeben ein vielschichtiges Bild des Musikers und Malers aus Wuppertal. Nebenbei räumt der Film mit Klischeevorstellungen über Free Jazz auf; er verdeutlicht, mit wie viel Liebe und Gefühl Brötzmanns Musik entsteht. Die unprätentiöse Bildregie sorgt sowohl im Hauptfilm als auch im Bonustrack über Whoopartaal für eine ausgewogene Balance aus Nähe und Distanz. Für die Jury: Werner Stiefele

Musikfilm

Eastern Voices At Morgenland Festival Osnabrück

Documentary by Frank Scheffer and Günter Wallbrecht, live Performances Alim & Fargana Qasimov, Ibrahim Keivo, Salar Aghili, Harir Shariatzadeh, Yulduz Turdieva, Morgenland Chamber Orchestra, Nader Mashayekhi. DVD Euro Arts 2058688 (Naxos)

Mit der richtigen Mischung aus dokumentarischer Distanz und intensiver Nähe begleiten Frank Scheffer und Günter Wallbrecht die mitunter auch schwierige Begegnung faszinierender Künstler aus dem mittleren Osten mit »klassischen« Musikern. Eine gelungene Hommage überdies an das wichtige Osnabrücker Festival. Für die Jury: Juan Martin Koch

Jazz

Trio 3 & Geri Allen: Celebrating Mary Lou Williams

Live at Birdland New York. CD Intakt Records 187 (harmonia mundi)

Eine Live-Aufnahme, die den Jazz verdichtet, ein freies Experten-Trio, das die Tradition umarmt, und eine Pianistin, die virtuos improvisierend das Beste der amerikanischen Szene repräsentiert, mit einer einzigartigen Hommage an die große Komponistin des afroamerikanischen Jazz – ein Meisterwerk. Für die Jury: Christian Broecking

Jazz

Archie Shepp, Joachim Kühn: Wo!Man

CD Archie Ball ARCH 1102 (harmonia mundi)

Zwei Weltenwanderer, die sich durch Räume und Zeiten, Stile und Formen, Zorn und Zärtlichkeit, Freiheit und Bindung, Aufbruch und Tradition zu einem funkensprühenden Duo verbünden. Der blues-beseelte Afro-Amerikaner am Saxophon und der alteuropäisch sozialisierte Pianist erschaffen zeitgenössischen Jazz als beglückende Kammermusik. Für die Jury: Peter Kemper

Jazz

Dave Brubeck Quartet with Paul Desmond

At the Free Trade Hall. CD Solar Records 4569900 (harmonia mundi)

In Manchester wurde das Dave Brubeck Quartett 1958 erstmals in seiner »klassischen« Besetzung aufgenommen. Anlass war eine Tournee als Kulturbotschafter, die sie – damals eher ungewöhnlich – nach Asien und nach Osteuropa führte. Die Euphorie der Musiker macht den Mitschnitt trotz mäßiger Audioqualität zu einer Sternstunde. Für die Jury: Marcus A. Woelfle

Weltmusik

Charles Lloyd, Maria Farantouri: Athens Concert

2 CD ECM 2205/06 (Universal)

Eine spannend frische Begegnung abgeklärter afro-amerikanischer und mediterraner Kultur auf höchstem Niveau und aus tiefster Seele. Maria Farantouri und Charles Lloyd: 2 Stimmen, die sich so unerwartet wie mühelos überzeugend treffen. Für die Jury: Peter Schulze

Traditionelle Ethnische Musik

Eastern Voices

Alim & Fargana Qasimov, Yulduz Turdieva, Ibrahim Keivo u.a.: Eastern Voices – live recorded at Morgenland Festival 2006-2010. CD Dreyer Gaido 21069

Es ist eine Sammlung einzigartiger Stimmen, ob vor Leidenschaft brennend wie die des Aserbaidschaners Alim Qasimov oder Trost spendend wie die des Syrers Ibrahim Keivo, ob persisch, usbekisch, armenisch, uigurisch: jenseits aller Sprachbarrieren ist es ein faszinierendes Abenteuer für jeden hörenden Menschen. Für die Jury: Jan Reichow

Liedermacher

Klaus der Geiger: Von allen Seiten

CD Westpark Music 87218

Der in unseren Fußgängerzonen weltbekannte »Klaus der Geiger« mit bislang Unveröffentlichtem von Kölns Roncalliplatz und der WDR Big Band, gemeinsam mit »farfarello«-Kollegen Mani Neumann oder der Kölner Saxophon Mafia, dem Orchester der Musikschule Aachen oder seinem Maximum Terzett. Provokante Heftigkeit, Virtuoses und Improvisiertes. Authentisch, engagiert – wie der Künstler selbst. Für die Jury: Jochen Arlt

Folk und Singer/Songwriter

Vladimirska: Night Trains

CD Gusstaff Records Gram1101

Gewachsen auf den Straßen Krakaus, spielt dieses Quartett eine Mischung aus Folk, Pop, Zirkus und spaßigem Trad Jazz, irgendwo zwischen leicht melancholischer Filmmusik und gutgelaunter Polka. Transparenter Klang und schlichte Produktion der CD korrespondieren vortrefflich mit dem eigentümlichen, charakteristischen Sound dieser Band. Frisch, ungezwungen und wunderbar. Für die Jury: Jo Meyer

Blues

Jimmy Reiter: High Priest Of Nothing

CD Pogo Pop JGOP001

Von wegen »Hohepriester des Nichts«: Jimmy Reiter, viele Jahre an der Seite des Amerikaners Doug Jay tätig, brilliert auf seinem ersten Album unter eigenen Namen als Gitarrist, Sänger und Songwriter. Traditioneller Blues, eingespielt mit vielen Gästen, bildet die Basis, Ausflüge in moderne Gefilde bereichern die CD. Für die Jury: Dirk Föhrs

Blues

Billy C. Farlow feat. Mercy

Alabama Swamp Stomp. CD Crosscut Records CCD 12013

Der amerikanische Sänger, Songschreiber und Harmonikaspieler und seine hervorragende französische Band gewinnen einem auf den ersten Blick eher konventionellen und manchmal überstrapazierten Konzept (Gesang/Harmonika, Gitarre, Bass und Schlagzeug spielen rockigen Blues) überraschend frische und faszinierende Facetten ab: Bayou Blues trifft Southern Rock. Für die Jury: Christian Pfarr

R&B, Soul und HipHop

Jill Scott: The Light Of The Sun

CD Blues Babe Records/ Warner 9362-49572-7

Jill Scott ist die Soul-Stimme des jungen Jahrtausends. Geboren in Philadelphia steht sie für eine Tradition der Soul- und R&B-Musik, die prägend aus ihrer Heimatstadt gekommen ist, für die sie 2000 zu recht mit dem Aretha Franklin-Award als Entertainerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Mit ihrem aktuellen Longplayer »The Light Of The Sun« knüpft sie an ihren bisherigen Erfolg an und beweist, dass wir auch im zweiten Jahrzehnt mit dieser Ausnahmekünstlerin zu rechnen haben. Für die Jury: Jörg Wachsmuth

Wortkunst

So sprach Achill

Die Ilias nacherzählt von Alessandro Baricco. 21 Schauspieler des Thalia Theaters Hamburg. 4 CD Osterwold-Audio / Hörbuch Hamburg ISBN 978-3-86952-098-8

21 wunderbare Mitglieder des Hamburger Thalia-Ensembles interpretieren Bariccos eigensinnige Nacherzählung des Trojanischen Krieges aus individuellen Perspektiven; die Götter spielen keine Rolle in diesem Schreckens-Szenario der Gewalt des Menschen gegen den Menschen. Ein faszinierendes Panorama zwischen kriegerischer Arroganz und abgründigem Lamento. Für die Jury: Michael Struck-Schloen

Kinder- und Jugendaufnahmen

Sylvia Heinlein: Mittwochtage

oder »Nichts wie weg!« sagt Tante Hulda. Ulrike C. Tscharre (Sprecherin) u.a., CD Igel Records 978-3-89353-377-0

Erfrischend komisch und in allen Rollen glaubwürdig erzählt Ulrike C. Tscharre, wie Tante Hulda und ihre Nichte zusammen auf eine abenteuerliche Reise gehen, weil Saras Mutter ihre geistig behinderte Schwester abschieben und deren Kontakt zu Sara unterbinden will. Am Ende erfährt auch sie, welche Freude der vorurteilsfreie Umgang mit anderen Menschen bringen kann. Für die Jury: Ingeborg Neumann

Kinder- und Jugendaufnahmen

Gudrun Pausewang: Die Wolke

Laura Maire (Sprecherin). 2 CDs Silberfisch ISBN 9783867426909

Intensiv und ohne Pathos erzählt Laura Maire (Sprecherin) diese fiktive Geschichte einer atomaren Katastrophe mitten in Deutschland: dramatisch und spannend wie ein Science-Fiction-Abenteuer – nur leider mit denkbar realen wie furchtbaren Konsequenzen. Das oft so wenig Fassbare, hier wird es konkret. Das alles ist leider sehr aktuell – und es ist gut, dass es »Die Wolke« nun auch für eine neue Generation zu hören gibt. Für die Jury: Carola Benninghoven

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